Grosse Pointe Blank

Hollywood Pictures, 1997


Kennt ihr das nicht auch? Dieses Gefühl, dass euer Leben nicht richtig läuft, Ihr steckt in einer Sackgasse?
Martin Blank (John Cusack) geht es ähnlich. Alles hat seinen Sinn verloren. Sein Job, den er jahrelang begeistert ausgeführt hat, macht ihm keinen Spaß mehr und er denkt ans Aufhören. Es läuft auch nicht gerade rosig. Zwei Aufträge sind ihm misslungen, zudem hat sich die Konkurrenz zusammengeschlossen und droht nun, ihn vollkommen aus dem Geschäft zu drängen, sollte er sich nicht ihnen anschließen.
Privat sieht es auch eher mau aus. Sein soziales Umfeld besteht nur aus seiner schrillen Sekretärin Marcella (Joan Cusack) und seinem Therapeuten Dr. Oatman (Alan Arkin), der ihn aber nicht behandeln will, weil er Michaels Geschäft nicht wirklich gut findet. Beziehungen sind vollkommene Fehlanzeige. Für Mike gibt es nur eine Frau, seine Highschoolliebe Debi Newberry (Mimi Driver). Doch die ist weit weg, im fernen Detroit.
Doch gerade, als alles ausweglos erscheint, bietet ihm das Schicksal eine Chance, dies alles zu ändern. Er kriegt eine Einladung zum zehnjährigen Klassentreffen und zeitgleich einen Auftrag in Detroit, der ihm den Ausstieg ermöglichen könnte. Also macht er sich auf den Weg mit der Konkurrenz im Nacken. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass Michael ein professioneller Killer ist?
Mit dieser Ausgangssituation legt der Film ein ordentliches Tempo vor. Von der Action mit Schießereien, Explosionen und Verfolgungsjagden abgesehen bietet „Grosse Pointe Blank“ tolle Darsteller und herrlichen Humor.
John Cusack hat die Rolle des Neurotikers praktisch für sich eingenommen und bietet eine tolle Leistung, seine Schwester Joan zeigt, weshalb sie die schrillen Figuren magisch anzieht. Ihnen wird aber die Show von Dan Aykroid (ich liebe diesen Mann) gestohlen, der alles komplett psychopathischer Killergewerkschaftsführer Grocer den Film dominiert. Alleine sein Gesichtsausdruck während der Schießereien ist zum Brüllen.
Humor ist ja ein wenig spezieller und kann hier schlecht wiedergegeben werden. Es ist der Mix aus Situationskomik und der pointierten Dialoge, der hier für Unterhaltung sorgt.
Ihr solltet euch den Film unbedingt anschauen. Ich habe hier den Originaltitel angegeben, in Deutschland läuft er auch unter „Ein Mann – Ein Mord“ oder diverse Kombinationen des Originaltitels mit verschiedenen Untertiteln. Persönlich fand ich da „Grosse Pointe Blank – Erst der Mord, dann das Vergnügen“ am weitesten daneben.

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