Batman Forever (1995) & Batman&Robin (1997)

Kommen wir zum tragischen Abschnitt in der Filmographie des dunklen Ritters. Weil das Studio den letzten Film zu düster fand setzte man Tim Burton vor die Tür und Joel Schumacher nahm seinen Platz ein. Er sollte Batman kinderfreundlicher und ganz doll kuschelig machen.
Gott, ich muss kotzen.

Batman Forever

Warner Bros. 1995

Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Lee & Janet Scott Batchler, Akiva Goldsman

Darsteller:

Val Kilmer – Bruce Wayne / Batman
Tommy Lee Jones – Harvey Dent / Two-Face
Jim Carrey – Dr. Edward Nygma / Riddler
Nicole Kidman – Dr. Chase Meridian
Chris O’Donnell – Dick Grayson / Robin
Michael Gough – Alfred Pennyworth
Pat Hingle – Com. James Gordon

Ehrenwerte Erwähnung:
Drew Barrymore – Sugar
Debi Mazar – Spice
Rene Auberjonois – Dr. Burton

Noch immer begeistert von Batman zog mich auch der dritte Film an. Immerhin wurde endlich Robin auf die Leinwand gebracht und mit Jim Carrey spielte einer der damals populärsten Darsteller (bevor er nur noch Mist drehte) mit. Damals verließ ich das Kino mit gemischten Gefühlen, doch nachdem ich den Film wieder gesehen habe, sind sie deutlich eindeutiger.

FunFacts
Das Budget von „Batman Forever“ betrug 100 Millionen Dollar und der Film spielte 337 Millionen Dollar ein.
Die berüchtigten Nippel auf den Kostümen und Robins Ohrring störten Bob Kane, den Schöpfer von Batman, ziemlich, doch Schumacher war da beratungsresistent.
Das Design von Robins Kostüm basierte nicht auf dem Outfit von Dick Grayson, dem ersten Robin, sondern dem von Tim Drake, dem Dritten. Das wurde noch von Tim Burton gemacht, bevor er ausstieg.

Inhalt
Die Welt von Bruce Wayne / Batman wird bedroht. Ein Wahnsinniger verfolgt den Milliardär und hinterlässt Rätsel, während der dunkle Ritter von dem ehemaligen Staatsanwalt Harvey Dent, der jetzt als Two-Face bekannt ist, verfolgt wird. Hilfe kriegt der Meisterdetektiv durch seinen Schützling Robin.

Die Pros:
+Endlich Robin: Seit Batman im Kino zu sehen war, wartete das Publikum auf den ersten Auftritt seines jugendlichen Partners Robin. Für viele Kinder war und ist es noch heute ein Traum, an der Seite ihres Helden zu kämpfen. Mit Robin hatte man eine Personifikation dieses Traums und jemanden zum Nacheifern.
+Soundtrack: der Soundtrack des Films ist wirklich gut. Eine Vielzahl bekannter Künstler wie U2, Seal (der Handtaschenträger von Frau Klum), Massive Attack oder The Offspring liefern eine sehr schöne akustische Begleitung zum Film.

Die Kontras:
-schlechte Darsteller: Für die Leistungen sollten sich die Herren und die Dame schämen. Val Kilmer ist vollkommen blass, Nicole Kidman zeigt, dass sie schon vor Botox kaum Ausstrahlung hatte, Carrey spielt wie damals immer (was sehr unpassend für die Rolle ist) und Jones spielt so überdreht, dass man ihn am liebsten zum Drogentest schicken möchte.
-schlechte Umsetzung der Figuren: Ich will nicht zu sehr darauf rumhacken, aber ich muss es sagen: Robin ist zu alt (O’Donnell war schon 25), der Riddler ist weder sonderlich intelligent noch wirkt er sympathisch (der Kerl hat einen Minderwertigkeitskomplex und ist ein Stalker), Two-Face wirkt mit seiner vollkommen überzeichneten Art wie eine Karikatur (er ist ein brabbelnder Idiot zwischen zwei Extremen) und Dr. Meridian kommt zwar nicht in den Comics vor, aber sie ist nichts mehr als eine notgeile Schwachmatin.
-billige Sets: Ich fasse es nicht, wie sehr hier gespart wurde. Man kann die billigen Pappwände in den Szenen erkennen. Als Wayne durch die Tür bricht, um zu Dr. Meridian zu kommen, kann man sehen, dass sie aus Styropor ist und die Wände wackeln, als er gegen sie prallt.
-sehr, sehr 90er Jahre: Ohne zu wissen, wann der Film gedreht wurde, kann man es dennoch erkennen. Überall sind Neonfarben, extreme!!! Stunts und pseudocooles Geschwafel. Der Film stinkt nach den 90ern. Das einzig Gute aus dem Jahrzehnt waren die Meistermannschaften der Chicago Bulls.

Fazit
Das Beste an dem Film ist, das es noch schlechter ging. Man kann ihn ansehen, um darüber zu lachen. Gerade Carrey und Jones bringen mit ihrer übertriebenen Art den Zuschauer ein wenig zum Schmunzeln.
Hardcorefans von Batman können einen Blick riskieren (oder haben es schon), Trash-Fanatiker werden ihren Spaß haben aber alle anderen sollten einen Bogen um den Film machen.

Batman & Robin

Warner Bros 1997

Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Akiva Goldsman

Darsteller:
Arnold Schwarzenegger – Dr. Victor Fries / Mr. Freeze
George Clooney – Bruce Wayne / Batman
Chris O’Donnell – Dick Grayson / Robin
Uma Thurman – Dr. Pamela Isley / Poison Ivy
Alicia Silverstone – Barbara Wilson / Batgirl
Michael Gough – Alfred Pennyworth
Pat Hingle – Com. James Gordon
Jeep Swenson – Bane

Ehrenwerte Erwähnung:
Elle Macpherson – Julie Madison
Vivica A. Fox – Ms. B. Haven

So, nach der Enttäuschung durch den letzten Teil konnte Joel Schumacher sich mit diesem Meisterwerk rehabilitieren und einen zeitlosen Klassiker schaffen, der von allen Cineasten verehrt wird. </Ironie>
Ernsthaft, ich frage mich noch immer, wie der Film abgenommen werden konnte. Eigentlich gehört er in die Kategorie „Von der Müllhalde“, aber ich wollte die Kritiken nicht auseinanderreißen.

FunFacts
Das Budget von „Batman & Robin“ betrug 125 Millionen Dollar und spielte 237 Millionen Dollar ein.
Die Kostüme wogen eine Menge. Batmans brachte es auf 90lbs. (41kg), Mr. Freezes 75lbs. (34kg) und Batgirl und Robin durften jeweils 50lbs. (23kg) mit sich herumschleppen.
Das Kostüm von Robin basierte dieses Mal auf dem von „Nightwing“ (Dick Graysons Alter Ego als Erwachsener).

Inhalt
Nach einem Unfall will Poison Ivy die Welt in einen Garten verwandeln und gleichzeitig will Mr. Freeze aus der Welt eine Tiefkühltruhe machen. Irgendwie kommen sie zusammen und kämpfen beide gegen Batman, Robin und das neueste Mitglied der Familie, Batgirl.

Die Pros
Fehlanzeige

Die Kontras
-schlecht umgesetzte Figuren: Wieder entspricht keine der Figuren der Vorlage. Mr. Freeze ist keine tragische Figur, sondern reißt nur miese Witze, Poison Ivy ist … ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr die Figur daneben liegt, Batgirl dient nicht einmal zu einem dreckigen Witz, Robin ist trotz seiner fast 30 Jahre ein weinerliches Kleinkind und was sie mit Bane gemacht haben ist ein wahres Verbrechen.
-Leistung der Darsteller: Waren die Schauspieler im Vorgänger schlecht, so erreicht man hier eine ganz neue Dimension. Clooney nehmen wir mal aus, er strahlt eine Selbstironie aus, die man nur zeigen kann, wenn man im Bewusstsein auftritt, dass der Streifen Mist ist. Aber der Rest? Schwarzenegger war nie ein besonderer Darsteller, aber hier ist er unglaublich mies. Uma Thurman wirkt dermaßen lächerlich, dass man sich wirklich die Augen reibt. O’Donnell ist als Robin einfach nur unerträglich und Silverstone arbeitet auf ihrem normalen Niveau, also unter aller Sau.
-dämliche Witze: Gott sind in diesem Film viele miese Gags. Gerade Arnold sticht hier negativ hervor. Fast jeder verdammter Satz enthält eine Anspielung oder Pointe auf Eis. Ich halt es nicht aus.
-billige Sets: Wie beim Vorgänger. Man sieht die Pappe und das Plastik.
Zum Abschluss, eine Hommage an den Nostalgia Critic: BAT-CREDITCARD!!!!

Das Fazit:
Der Film stinkt. Machen wir es kurz. Niemand sollte den Streifen sehen oder von dessen Existenz wissen.
Wer dachte, dass man Dr. Henry Jones, jr. in seinem letzten Film vergewaltigte, wird nach dem nicht empfohlenen Genuss von „Batman & Robin“ glauben, dass der dunkle Ritter gefistet wurde. Ohne Flutschcreme.

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