Blues Brothers

Universal Pictures, 1980


Regie: John Landis
Drehbuch: John Landis & Dan Aykroyd

Darsteller:
John Belushi – Jake Blues
Dan Aykroyd – Elwood Blues
Carrie Fisher – geheimnisvolle Frau
John Candy – Burton Mercer

Stellt euch vor, ihr seid ein Studioboss und jemand stellt euch folgendes Konzept vor: Zwei kleinkriminelle Brüder meinen auf einer göttlichen Mission zu sein, um das Waisenhaus zu retten, in dem sie aufgewachsen sind. Um das nötige Geld zu verdienen wollen sie ihre alte Band zusammentrommeln. Natürlich geraten sie dabei mit dem Gesetz in Konflikt, werden von Nazis verfolgt und einer Band gejagt, die sie um die Gage betrogen haben. Oh, da ist noch die mysteriöse Frau, die beide Brüder umbringen will. Abgerundet wird das Ganze durch Gesangseinlagen und wilde Autoverfolgungsjagden mit großen Karambolagen.
Ernsthaft, ihr würdet den Kerl vor eurem Schreibtisch auslachen oder gleich direkt einweisen lassen. So ein Mist könnte doch nie funktionieren. Die Story ist bescheuert und die einzelnen Elemente passen so gut zusammen wie Gordon Ramsey und Benimm-Unterricht. Oder Felix Magath und Bescheidenheit. Konservative und gesunder Menschenverstand. Oder … naja, ihr versteht schon.
Die „Blues Brothers“ schafften es dennoch ins Kino, weil sie auf einer sehr erfolgreichen Nummer aus der legendären Comedyshow „Saturday Night Live“ basieren. Chevy Chase imitierte in den 70ern sehr erfolgreich den damaligen US Präsidenten Gerald Ford. Der gute Mann hatte Humor (Fans der Simpsons wissen, was ich meine) und lud Chase in Charakter ein. Der kam in Begleitung des „Secret Service“, Dan Aykroyd und James Belushi in schwarzen Anzügen. Da man so gute Kostüme nicht verkommen lässt, verbanden sie es mit ihrer Leidenschaft für Musik.
Der Film vereint eine unglaubliche Menge an Talent. Aykroyd und Belushi sind so cool, dass man einen Pullover anziehen muss. Unterstützt werden sie in den Nebenrollen von Stars wie John Candy und Carrie Fisher. Ganz kurze Auftritte haben auch Mr. T und Stephen Spielberg. Für die Musik konnte man Legenden wie Aretha Franklin, James Brown und Ray Charles verpflichten, die in ihren Rollen sichtlich Spaß haben.
Das Highlight ist aber die Band mit den Gesangseinlagen der Brüder. So gut hat davor und auch danach niemand die Leinwand gerockt (egal, was euch Disney verkaufen will). Es macht unheimlich Spaß, den Beiden zu zuschauen und auch zu zuhören. Egal, ob ihr R’n’B mögt (den Richtigen, nicht diesen Rihanna-Mist) oder nicht, man wird zwangsläufig mit den Füssen wippen.
Der Film ist Kult und hat viele andere Künstler in ihrem Schaffen inspiriert. Dutzende Musikvideos unter anderem von Stefan Raab und Jan Delay stellen Szenen nach und andere Filme kopieren Elemente. Es gibt unzählige Tribute Bands, die noch heute auftreten.
Mein persönliches Highlight war 2008, als ich in Los Angeles in den Universal Studios war. 28 Jahre nach der Premiere des Films gab es noch immer eine Show. Die Imitatoren fuhren sogar im Bluesmobil auf die Bühne. Ich habe jeden Song mitgesungen und war nicht alleine im Publikum. Unten seht ihr den Beweis.

Bluesmobil

Die Blues Brothers irgendwie

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