Iron Man 2

Marvel, 2010


Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Theroux
Comic: Stan Lee, Jack Kirby, Larry Lieber, Don Heck

Darsteller:
Robert Downey, jr. – Tony Stark / „Iron Man“
Don Cheadle – Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes / „War Machine“
Scarlett Johansson – Natalie Rushman / Natasha Romanov „Black Widow“
Gwyneth Paltrow – Pepper Potts
Sam Rockwell – Justin Hammer
Mickey Rourke – Ivan Vanko
Samuel L. Jackson – Nick Fury

Ehrenhafte Erwähnung:
Jon Favreau – Happy Hogan
Paul Bettany – Jarvis (Stimme)
Leslie Bibb – Christine Everhart
Garry Shandling – Senator Stern
Stan Lee – Larry King

Nach dem Erfolg von „Iron Man“ im Jahr 2008 war eine Fortsetzung praktisch unausweichlich. Nach dem Motto „Bigger is Better“ wurde die Riege der Guten vergrößert, gleich zwei Bösewichte präsentiert und mit Don Cheadle ein wirklich hochkarätiger Ersatz für Terrence Howard verpflichtet. War das Endresultat die Mühen wert? Mal sehen.

FunFacts
Das Budget von „Iron Man 2“ betrug, je nach Quelle, zwischen 170 und 200 Millionen Dollar.
Endlich kann ich mal wieder etwas mehr schreiben. Die Rolle des „Justin Hammer“ sollte von Al Pacino gespielt werden, womit die Figur mehr ihrem Vorbild aus den Comics entsprochen hätte. Man entschied sich dann aber für Sam Rockwell, um einen gleichaltrigen, sich auf Augenhöhe bewegenden Gegner für Tony Stark zu schaffen.
Die Rolle der „Black Widow“ war stark umkämpft. Ursprünglich war Emily Blunt („Der Teufel trägt Prada“) vorgesehen, doch sie hatte zeitliche Probleme wegen ihres anderen Films „Gullivers Reisen“ (Da wurde wohl ein Agent gefeuert.). Danach waren Jessica Biel („Das A-Team“), Gemma Arterton („Kampf der Titanen“), Jessica Alba („Sin City“), Natalie Portman (nun „Jane Foster“ in „Thor“) und Angelina Jolie (beste MILF aller Zeiten). Zu den Kandidatinnen nur folgendes: Die Jessicas sind talentfrei und sollten nie in einem Film mitspielen, Gemma Arterton hat Talent („Die Girls von St. Trinian“), wird aber falsch eingesetzt (meistens nur als schmückendes Beiwerk), Natalie Portman ist eine tolle Darstellerin aber in einer Actionrolle falsch und Angelina wäre (ich hasse es, das zu schreiben) schlicht zu alt gewesen. Scarlett Johansson wollte die Rolle so unbedingt, dass sie sich die Haare bereits rot färbte, noch bevor sie die Zusage hatte.
Um sich für seinen Part vorzubereiten, besuchte Mickey Rourke das berüchtigte Botyrka Gefängnis in Moskau. „Ivan Vanko“ ist die Kombination aus zwei Charakteren der Comics. Dabei handelt es sich um den „Crimson Dynamo“ (kann mit seiner Rüstung Elektrizität kontrollieren) und „Whiplash“ (ein Superschurke mit speziellen Peitschen). Zusätzlich ist die Figur der Sohn von Anton Vanko (erster „Crimson Dynamo“) und er nimmt die Identität von B. Turgenev (Anspielung auf Boris Turgenev, zweiter „Crimson Dynamo“) an.
Die Geschichte des Films ist von der Reihe „Demon in a Bottle“ inspiriert. Wer genaueres wissen will, liest meinen Artikel zum Comic „Iron Man“.
Ein kleiner politischer Witz hat sich auch versteckt. Wenn Pepper Potts nach dem Einbruch der Aktie am Telefon sagt, dass die Fundamente der Firma stabil sein („The fundamentals of our company are strong.“), ist das eine Parodie auf den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Senator John McCain. Sein Statement „The fundamentals of our economy are strong“ kostete ihm, unter anderem, die Wahl.

Inhalt
Tony Stark hat eine Menge Probleme. Die U.S.-Regierung will seine Rüstung, der Konkurrent Justin Hammer sitzt ihm im Nacken und er leidet an einer Strahlenvergiftung durch seinen Reaktor, die ihn umbringen wird. Zu allem Überfluss taucht aus dem Nichts der Russe Ivan Vanko auf, der ihn vernichten will.
Als die Situation ausweglos erscheint, kriegt Tony Hilfe von jemand, mit dem er nie gerechnet hätte. Von seinem Vater.

Die Pros:
+Robert Downey, jr.: Der Film ist seine Show und er genießt es. Wie schon im ersten Teil liefert er eine grandiose Vorstellung ab. Nach außen gibt er den Partylöwen, doch in den Momenten allein erkennt man die Verzweifelung und der Nihilismus, die ihn auffressen.
+Die Action: Es kracht und das gewaltig. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Iron Man und Vanko in Monaco ist gut, das Finale genial. Am coolsten war aber Scarlett Johansson, die in kurzer Zeit einen neuen Rekord fürs Arschtreten aufstellt.
+Die Besetzung (mit einer Ausnahme): Die Schauspieler liefern einen tollen Job ab. Alle spielen ihren Part mehr als nur ordentlich. Bei einer so großen Anzahl von Rollen bleiben ein paar leider auf der Strecke. Rourke hätte deutlich mehr Zeit auf der Leinwand verdient und Cheadle bleibt etwas blass.

Die Kontras:
-Sam Rockwell: Da haben wir schon die Ausnahme. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich mag den Mann. „A Dangerous Mind“ ist einer meiner Lieblingsfilme. Aber wenn Rockwell einen Bösewicht spielt, ist es immer gleich. Er ist weinerlich, schleimig und ein Aufschneider. Man hat eher Mitleid mit ihm, als das man ihn hasst. Außerdem frage ich mich, wieso er immer tanzen muss? Ist das ein Travolta-Ding?
-Das Element: Die Geschichte um das Element, das Tony Starks Leben rettet, ist einfach zu platt. Es wird nie erklärt, wie das funktioniert, was es macht und wie sein Vater darauf gekommen ist. Es ist ein reiner „Deus Ex Machina“-Gegenstand und macht die Sache irgendwie lächerlich.

Das Fazit
„Iron Man 2“ ist ein toller Film, der jedoch etwas schwächer abschneidet als der erste Teil. Denn die größte Stärke des Vorgängers war das Neue, die Frische. Diesen Vorteil hat man nun nicht mehr und der Zuschauer weiß, was er zu erwarten hat. Und das kriegt er nur bedingt, da Tony Stark nicht mehr der sorgenfreie Playboy ist.
Ich mochte den Film, weil er die Figur des Tony Stark weiter ausbaute, die Franchise um einige interessante Charaktere erweiterte und auch das Universum nach vorne brachte. Die Action war gut, nur bei der Story gibt es kleine Abzüge. Also spreche ich eine Kaufempfehlung aus. Uneingeschränkt.

NERDGASMUS
So, das muss jetzt einfach sein.
Seit Marvel sich entschlossen hat, die eigenen Lizenzen selbst zu verfilmen, war das Ziel klar. Man wollte die „Avengers“ auf die Leinwand bringen, ihre große Superheldengruppe. Deshalb ließ man immer wieder Hinweise und Anspielungen in den anderen Filmen fallen.
In „Iron Man“ wurde Tony Stark am Ende von Nick Fury, dem Chef von S.H.I.E.L.D. angesprochen, ob er sich nicht der „Rächer Initiative“ („Avenger Initiative“) anschließen wolle.
Im selben Jahr erschien „Der unglaubliche Hulk“. Auch dort wurde auf die kommenden Ereignisse aufmerksam gemacht. Das Serum, das aus den Soldaten Emil Blonsky „Abomination“ macht, ist das Gleiche, das aus Steve Rogers im zweiten Weltkrieg „Captain America“ machte. Diesen Captain sieht man in einer nicht verwendeten Szene eingefroren im Eis der Arktis. Außerdem taucht am Ende Tony Stark auf, um seine Hilfe anzubieten.
Jetzt, in „Iron Man 2“, wird diese Politik natürlich fortgesetzt. Es werden die wichtigen Figuren Nick Fury und Black Widow vollständig eingeführt als teil des Universums. Bei der Herstellung des neuen Elements benutzt Tony Stark ein Captain America Schild, um seine Maschine abzustützen. Das Ding erinnert mich irgendwie an das Schild aus den Reb Brown Filmen über den amerikanischen Helden. Nach dem Abspann sieht man den S.H.I.E.L.D. Agenten Coulson, wie er in der Wüste von New Mexico einen Krater untersucht, in dem Mjölnir, Thors Hammer, steckt.
Im nächsten Jahr kriegen wir dann „Thor“ (19.05.2011) und „Captain America – The First Avenger“ (21.07.2011) zu sehen. Ich freue mich schon tierisch darauf, aber der Hammer wird uns 2012 erwarten, wenn „The Avengers“ endlich erscheinen wird.
Auf der San Diego Comic Con in diesem Jahr wurde der Film offiziell angekündigt. Neben den bekannten Darstellern Downey, jr. , Jackson, Johansson und Cheadle wurden Chris Evans („Die fantastischen Vier“) als „Captain America“ und Chris Hemsworth als „Thor“ vorgestellt. Das Team aus Superhelden wird durch Mark Ruffalo als „Bruce Banner“ (Der Hulk, man konnte sich nicht mit Edward Norton einigen) und Jeremy Renner („The Hurt Locker“) als „Hawkeye“, dem Partner von Black Widow, komplettiert.
Aber nicht nur vor der Kamera erwartet uns Qualität, sondern auch dahinter. Regie und Drehbuch werden von Joss Whedon („Buffy“, „Angel“, „Serenity“) übernommen, der bei uns Nerds ja als Gott verehrt wird (Ich vergebe ihm „Alien 4“).
Man darf sich also freuen und Großes erwartet werden. Ich jedenfalls werde am Starttag im Kino sein und mir tierisch einen abfreuen.

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