Cop Out

Warner Bros., 2010


Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Mark & Robb Cullen

Darsteller:
Bruce Willis – James Monroe
Tracy Morgan – Paul Hodges
Kevin Pollak – Hunsaker
Seann Williams Scott – Dave
Rashida Jones – Debbie Hodges
Adam Brody – Barry Mangold
Guillermo Diaz – Poh Boy

Ehrenhafte Erwähnung:
Jason Lee – Roy
Michelle Trachtenberg – Ava Monroe

Der Fantasy-Monat ist schon länger vorbei und ich habe nicht, wie eigentlich geplant, „Der Herr der Ringe“ besprochen. Irgendwie finde ich einfach nicht die zwölf Stunden Zeit, um mir die drei Filme noch einmal anzusehen. Das ist zwar schade, aber was will man machen?
Dafür kriegt ihr jetzt den letzten Film von Kevin Smith um die Ohren gehauen. Er ist eine wahre Premiere, denn zum ersten Mal hat „Silent Bob“ nicht das Drehbuch geschrieben. Wie das ausgegangen ist, erfahrt ihr weiter unten.

FunFacts
Das Budget von „Cop Out“ betrug 37 Millionen Dollar.
Der Begriff „Cop Out“ ist eine amerikanische Redensart, die soviel heißt wie „sich vor Verantwortung oder einer Pflicht drücken“. Damit wird auf die Odyssee um den Originaltitel angespielt.
Ursprünglich sollte der Film „A Couple of Dicks“ heißen, doch vor Drehbeginn wurde dieser zu „A Couple of Cops“ geändert. Das Studio dementierte diese Berichte wegen der schlechten Resonanz aus dem Internet (Wir haben die Macht!!!). Doch im Dezember 2009 legte man sich auf „Cop Out“ fest.
Bruce Willis witzelte in einer Ausgabe der „David Letterman Show“, dass man den Film zwischendurch auch „Cop Suckers“ genannt hatte. Aber das dann doch wohl zu schlüpfrig. Und ich dachte immer, nur die Engländer wären prüde.

Inhalt
Für die Cops James Monroe und Paul Hodges läuft es nicht gerade rund. Beide wurden vom Dienst suspendiert und dazu kommen private Probleme. Jims Tochter will bald heiraten, doch er kann die Hochzeit nicht bezahlen, und Paul denkt, dass seine Frau ihn betrügt.
Als Monroe seinen wertvollsten Besitz, eine seltene Baseballkarte, verkaufen will, wird er überfallen und die Karte gestohlen. Bei dem Versuch, sie zurückzubekommen, geraten sie an den gefährlichen Dealer Poh Boy, der eigene Pläne hat.

Die Pros:
+Der Humor: Der Wortwitz kann zwar nicht ganz mit Kevin Smith üblichen Niveau mithalten, aber für ordentliche Unterhaltung ist gesorgt. Alleine die erste Szene, in der Morgan einen Verdächtigen verhört, in dem er nur Zitate aus „Star Wars“, „Die Farbe Lila“ und „Dirty Dancing“ benutzt, ist ein wahrer Bringer.
+Das Duo Willis/Morgan: Willis spielt den älteren und zynischen Cop, während Tracy Morgan in seinem üblichen Over-the-Top Stil arbeitet, der ihn in der Serie „30 Rock“ zum Star machte. Wenn die zwei sich gegenseitig hochschaukeln bleibt kein Auge trocken.

Die Kontras:
-Längen: Der Film hat an manchen Stellen spürbare Längen, in denen nichts passiert und auch kein einziger Gag zündet. Zum Glück sind die eher selten.

Fazit:
„Cop Out“ ist eine Hommage (mit der Betonung auf dem „E“) an die Buddy-Komödien der 80er und 90er Jahre. Es fängt schon beim Soundtrack an, der nur aus Stücken aus dieser Epoche besteht. Außerdem wird jedes Klischee (ich hasse die neue deutsche Rechtsschreibung) aus diesem Genre mitgenommen.
Zwei Partner, die grundverschieden sind und trotzdem dicke Freunde? Check.
Ein rivalisierendes Gespann aus Cops, das am Ende doch hilft? Check.
Ein durchgeknallter Schurke? Check.
Ein actiongeladenes Finale? Check.
(Um nur einige zu nennen.)
Am Ende zitieren die beiden Hauptfiguren sogar fast wortwörtlich aus „Lethal Weapon“.
Wer auf Filme wie „Bulletproof“, „Rush Hour“ oder „Shanghai Noon“ steht, wird hier seinen Spaß haben. Außerdem kommen Fans von Kevin Smith auf ihre Kosten. Ich spreche also eine Kaufempfehlung aus.

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