Schwerter des Königs (Teil 2)

20th Century Fox, 2007


Da seid ihr ja wieder, meine treuen Leser. Wo waren wir das letzte Mal stehengeblieben? Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich hasse diesen verkackten Drecksfilm. Der Streifen ist so unglaublich dämlich und glaubt mir, wenn ich schreibe, dass es noch dümmer wird.
Statham und die zwei anderen Stooges wollen sich bei den Kruks einschleichen. Dazu verkleiden sich Perlman und der Bruder mit zwei Rüstungen.
AUSZEIT! Wie doof sind die und für wie doof halten sie die Kruks? Die Helme haben keine Visiere, also kann man ihre Gesichter ohne Probleme sehen. Außerdem ziehen sich Perlman und der Bruder einfach nur einen Brustpanzer über, setzen den Helm auf und erwarten, einfach damit durchzukommen.
Natürlich nimmt man sie ohne Gegenwehr gefangen. Statham hat gerade Claire gefunden, doch sie schläft. Sie wacht dann auch passender Weise erst auf, nachdem ihr Mann niedergeschlagen wurde. Jetzt fehlt nur noch die „Wah-Wah-Wah“ Musik.
Vor dem Schloss werden die Truppen gesammelt. Irgendwie wirken die angetretenen Soldaten nicht, als wenn es 1000 Mann sind. Es wird eine Motivationsrede gehalten, wie man sie aus jedem verdammten Film mit einer Schlacht kennt. Nur nicht ganz so erinnerungswürdig wie in „Braveheart“ oder „Herr der Ringe“.
An einem See hat Ray Liotta wieder die Kontrolle über einen Überkruk übernommen und Jason Statham am Haken. Er ist total fasziniert von dem Bauern, der was ganz besonderes ist (da winkt nicht einer mit dem Zaunpfahl, sondern prügelt auf uns ein), und hängt ihn am einzigen Baum auf. Doch unser Held schnappt sich das Schwert des Fieslings und schlägt ihm den Kopf ab. Während er noch an seinem Hals hängt! Er kann noch den Strick durchtrennen, dann bricht er zusammen.
Diese Gefahr verspürt Rhys-Davies wie eine Erschütterung der Macht.
Claire ist mit Ron und ihrem Bruder natürlich im selben Wagen eingesperrt. Auf sehr sensible Art und Weise macht man ihr klar, dass ihre Familie fast komplett tot ist. Sie fragt ihren Bruder, ob es ihrem Sohn und ihren Eltern gut ginge und sie zusammen wären. Muss ich die Antwort wiederholen? Jeder mit ein wenig schwarzem Humor kann sie sich vorstellen.
Claire wirft darauf den melodramatischen Modus an, der normalerweise nur für Auftritte in Soaps reserviert ist. Die Tränen fließen und sie stammelt nur noch vor sich hin. Die Reaktion ihrer Partner ist göttlich. Perlman wendet sich voller Scham ab und der Bruder macht einen Gesichtsausdruck, als wenn er nicht wüsste, was gerade abgeht. Komödiantisches Gold.
Rhys-Davies findet den angeschlagenen Statham und gibt ihm einen Heiltrank. Wirklich, ich erzähle hier keinen Mist.
Liotta ist in seinem Schloss. Er geht durch eine Tür und ist auf einmal unter der Erde in der Schmiede. Ich rufe nicht nach einer Auszeit, denn es kommt gleich noch viel, viel, viel dümmer.
Leelee killt einen Spiegel mit ihren Gedanken. Das bedeutet dann wohl sieben Jahre Pech, oder? Sofort kommt eine Zofe angerannt, die sie tröstet. Denn Leelee ist noch immer traurig wegen des Streits mit ihrem Vater. Mir kommt die andere Schauspielerin sehr bekannt vor, doch nicht vom Film. Ein kleiner Blick auf IMDB verrät mir, dass das Eva Padberg ist.
AUSZEIT! Uwe Boll hat das nach Heidi Klum bekannteste deutsche Model für einen Auftritt verpflichtet? Sollte man nicht so einen Promi etwas mehr bewerben und vielleicht auch einen größeren oder wichtigeren Part geben? Damit man die Teenies ins Kino zieht?
Ein gutes Beispiel ist hier „Eragon“ (Gott, wie ich mich hasse, das zu schreiben). Joss Stone hatte einen zentralen Part, der auch beworben wurde.
Normalerweise bin ich ja dagegen, wenn irgendwelche Leute meinen, dass sie schauspielern könnten. Leute wie Britney Spears, Joss Stone und so weiter haben nichts vor der Kamera verloren. Auch Models sollte man mit Vorsicht genießen, wie Cindy Crawford bewiesen hat.
Doch Padberg zeigt hier Talent und ist besser als Sobieski. Die starrt schon den ganzen Film nur in die Luft und verzieht keine Miene. Sie sollte ihre Karriere überdenken, denn ihr bester Auftritt in den letzten Jahren war, als sie von Nicolas Cage in „Wicker Man“ quer durch einen Raum getreten wurde.

Gleich in der nächsten Szene kann man sie in voller Rüstung sehen.
AUSZEIT! Fuck, schon wieder. Haben wir nicht am Anfang des Films etabliert, dass Frauen in dieser Welt nicht kämpfen? Wieso hat sie dann eine maßgeschneiderte Kampfrüstung? Woher? Wozu? Kriegt der Film nicht einmal seine eigene Kontinuität auf die Reihe?
Lillard bringt die beiden Legionen in das Feldlager. Dort stellt er seine neuen Verbündeten vor. Die Kruks. Seine Generäle reagieren nicht.
AUSZEIT! Was zur Hölle soll das jetzt wieder? Sind sie nicht ausgezogen, um gegen die Kruks zu kämpfen? Und plötzlich sollen das ihre Verbündeten sein? Warum sagen die Generäle denn nichts? Stellt euch mal vor, Aragorn wäre plötzlich mit Orks aufgetaucht oder Leia hätte Sturmtruppen angeschleppt. Meint ihr nicht, dass das zu einigen Diskussionen geführt hätte?
Statham und Rhys-Davies kommen auch endlich im Lager des Königs an. Wie sich herausstellt, ist Jason der lang verschollene und bis jetzt nicht einmal erwähnte Sohn von König Burt. Mann, das habe ich ja vielleicht nicht kommen sehen, eine solche Wendung. Anscheinend war Perlman früher der Stallbursche der Königin und fand den Jungen nach einer Schlacht. Doch statt ihn zurück zum Palast zu bringen, brachte er ihn in das Dorf. Weil er dort sicherer war.
AUSZEIT! Er war in dem Dorf sicherer? In dem gleichen Dorf, das gerade erst von einem Haufen Affen in Rüstung überfallen wurde? Das Land befand sich damals im Krieg, feindliche Heere durchstreiften das Land und er war in dem Dorf sicherer als in einem Palast? Mit dicken Mauern? Wachen? Fluchtgängen? Oh ja, na klar.
In einem Wald kommt es zu einem Treffen zwischen Lillard und dem Kommandeur. Matt soll sich ergeben, weil er den König vergiftet hat. Matt dreht das natürlich um und wird ordentlich gepwned, als Reynolds dazukommt. Die elfte und zwölfte Legion kommen natürlich mit ihrem Herrscher.
Die Menschen bereiten sich jetzt auf die Schlacht vor. Es soll mitten im Wald stattfinden. Der Kommandeur betont, welchen Vorteil sie haben, dass die Kruks keine Bodenschützen in ihren Reihen haben. Sie aber.
AUSZEIT! Wenn ich den Vorteil von Distanzwaffen habe, dann will ich diesen doch auch ausspielen, oder? Ich suche ein Gelände aus, in dem ich den Feind schon in der Ferne sehe, um sie dann mit den Pfeilen zu Klump zu schießen. Anschließend räumen meine Soldaten mit dem Rest auf.
Der Wald ist da denkbar ungeeignet. Die Bäume schränken die Sichtweite ein und sie behindern die Schützen. Hatten die keine Berater am Set?

Jason Statham schließt sich den Truppen und König Burt schickt seine Ninjas vor. Ihr habt richtig gelesen. Zu den Soldaten gehören Bogenschützen, berittene Kavallerie, Fußsoldaten und Ninjas. Wo die wegkommen weiß ich nicht.
Die Kruks rücken nun vor. In einer Stellung erkennt man, dass sie die rechte Flanke schon beinahe erreicht haben. Plötzlich sind sie aber weiter hinten. Die Bogenschützen feuern und obwohl man sieht, dass sie kein freies Schussfeld haben, kommen alle Pfeile durch. Außerdem erwischen sie die Monster auf der einzigen Lichtung.
Statham stürzt sich mitten in die Schlacht.
AUSZEIT! Was in den neun Höllen soll das nun? Haben wir nicht gerade geklärt, dass er der Thronfolger ist? Wieso riskieren sie dann sein Leben? Ihre einzige Hoffnung. Und wenn sie ihn schon in die Schlacht schicken, sollten sie ihm dann nicht wenigstens eine Rüstung geben? Ein Kettenhemd zumindest?
Leelee wird von einem Überkruk durch einen Wald gejagt. Welcher Wald das ist, finden wir gleich heraus.
In der Schlacht metzeln Statham und der Kommandeur alles nieder, was ihnen vor die Schwerter kommt. Jason setzt sogar seinen Bumerang ein, mit dem er mehrere Monster niederstreckt, bevor in einem Baum steckenbleibt.
Der Film wird immer dümmer und erreicht langsam den Höhepunkt an geistigen Dünnschiss. Die Kruks bringen jetzt Katapulte in den Wald. Mein Kumpel Christian, mit dem ich den Film das erste Mal anschaute, drehte sich zu mir um und sagte: „Ich wette, der Idiot (Boll) lässt gleich die Kruks sich selbst mit den Katapulten ab. Dann haben sie eine Luftwaffe.“ Wie traurig ist es, wenn so ein Witz wahr wird. Speziell weil Boll da noch einen draufsetzt und nach brennenden Kugeln mit brennenden Kruks verschießen lässt. ARGHHHH!!!!!
Die Überkruks haben mittlerweile mitbekommen, dass der König auf dem Schlachtfeld ist, und greifen an. Gerade noch rechtzeitig kann Jason seinen Papa retten. Nur damit er direkt im Anschluss von einem Pfeil von Lillard (im dritten Anlauf) getroffen wird. Damit war die Sequenz davor komplett sinnfrei. Aber um die Idiotie noch weiter zu steigern, bricht Burt den Pfeil ab, damit man ihn garantiert nicht wieder entfernen kann. In einem Wutanfall schlachtet Statham weitere Kruks ab.
Lillard reitet nun siegessicher mit einigen Wachen durch einen Wald. Dank des Dialogs wissen wir, dass es der verwunschene vom Cirque du Soleil ist. Von der Umgebung kann man das nicht erkennen. Wie auf ein Stichwort sehen wir einen an einer Liane erhängten Überkruk.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es weitergeht. Aber ich rate mal: Matt trifft Leelee und liefert sich mit ihr ein langweiliges Wortgefecht und die Lianenschwinger greifen an. Sie töten die Wachen und nehmen Lillard gefangen. Oh mein Gott, ich habe übersinnliche Fähigkeiten. Ich kann in die Zukunft sehen. Denn genau das passiert.
Im Lager der Kruks starten Perlman und der Bruder einen Ausbruchsversuch. Sie kämpfen mit den Monstern, während Claire mit den Mitgefangenen das Weite sucht. Ron wird getötet, der Bruder überwältigt und die Anderen schnell eingefangen. Das nenne ich mal eine unsinnige Szene. Sie hat nichts gebracht. Außer Perlmans Tod, der auch wenig Sinn ergibt. Wieso wurde die Figur so einfach getötet? Wollte Perlman vielleicht aus dem Projekt aussteigen? Denn normalerweise schickt man eine Hauptfigur heroischer über den Jordan. Irons wollte Eragon retten, Boromir beschützte die Halblinge. Aber Perlman stirbt, ohne was zu bewirken.
König Burt liegt im Sterben, denn der Pfeil hat ihn schwer verwundet.
AUSZEIT! Also eine Vergiftung kann man mit einfachem Handauflegen heilen, aber eine simple Pfeilwunde ist zuviel für die magischen Heilkünste? Ist das zu alltäglich für die Zauberer? Wie doof oder selektiv arbeitet die Magie denn?
Jason kommt in der Szene seinem entfremdeten Vater näher. König Burt gibt ihm sogar Tipps zum Ackerbau. Denn ein König muss über alles in seinem Land informiert sein. Außerdem wird erklärt, wieso Statham der Weltmeister im Arschtreten ist. Es liegt an seinem königlichen Blut.
AUSZEIT! Was soll der Scheiß denn jetzt? Wieso ist der König versiert im Ackerbau? Ich glaube kaum, dass ein Monarch davon Ahnung hat. Und man kann kämpfen wie ein Meister, weil es ihm im Blut liegt? Was steht noch mit dem König in Verbindung? Die Anwendung von Magie?
Leelee liefert den gefesselten Matt beim Kommandeur ab. Sie stachelt die beiden Männer auch gleich zu einem Duell an. Der Kommandeur bestimmt, dass sie ohne Rüstung kämpfen. Anscheinend beinhaltet Rüstung nur die Armschienen und die Schulterpolster. Denn die Männer machen nicht einmal Anstalten, ihre Kettenhemden bzw. Schuppenpanzer abzulegen. ARGHHHH!!!! Lillard gibt noch damit an, dass er den Kommandeur schon als kleiner Junge besiegte und ihm die Narbe über dem Auge zufügte.
AUSZEIT! Wir haben etabliert, dass der Kommandeur nicht den gleichen Stand wie Lillard hat. Warum kannten die sich schon als kleine Kinder? Durften die Bürgerlichen so einfach mit den Adeligen spielen? Ich habe ja schon von Volksnähe gehört, aber das scheint doch arg übertrieben.
Der Kommandeur tritt Lillard erwartungsgemäß in seinen weinerlichen Arsch. Doch gerade, als er ihn erledigen will, kommt ein Soldat angerannt und ruft, dass der König gestorben sei. Alle sind schwer betroffen und Lillard feiert, weil er sich für den neuen König hält. Doch das endet, als Jason als neuer Herrscher vorgestellt wird.
AUSZEIT! Was soll der Mist? Der Zuschauer weiß doch, dass Statham der neue König ist. Die Szene erfüllt keinerlei Zweck, außer Lillard noch einen letzten großen Auftritt zu geben. Ich danke Uwe Boll dafür, dass er dem Schauspieler, der das wenigste Talent in der ganzen Besetzung hat, einen großen Abgang gewährt. Denn danach verschwindet Lillard und wird nicht mehr gesehen. Endlich.
Statham gibt eine Motivationsansprache an seine Truppen. Dabei kündigt er an, die Festung von Liotta anzugreifen.
AUSZEIT! Der Film gibt auf und will nur noch zum Ende kommen. Wieso weiß Statham von Liotta? Er hat den Mann nie persönlich getroffen. Wieso weiß er, dass das der Bösewicht ist? Woher weiß er von dem Schloss? Hat Rhys-Davies endlich ausgepackt? Aber wenn es uns jetzt endlich zum Ende bringt, dann nehme ich das hin.
Claire wird zu Ray gebracht, ohne bestimmten Grund. Sogar Liotta weißt seine Leute darauf hin. Dann erkennt er aber, dass sie die Frau von Statham ist und seinen ungeborenen Sohn in sich trägt. Jetzt will er sie als Lockvogel nutzen. Mann, Jason hat echt einen Eindruck bei Ray hinterlassen.
Die Leiche von König Burt wird, wie in allen anderen Filmen auch, verbrannt. Um besser an Liotta ranzukommen, wird eine Kommandoeinheit zusammengestellt. Sie besteht aus Statham, Rhys-Davies, Leelee und Kristanna. Ja, der Cirque du Soleil hat sich dem Heer angeschlossen und die Truppen mit sechs Leuten verstärkt. Wow!
Ray erklärt Claire, wie hart er ist. Er sei jetzt jenseits von Gut und Böse. Dabei wirkt Liotta wie ein Schurke aus dem Zeichentrickfilm, so übertrieben legt er sich ins Zeug. Ernsthaft, es fehlt nur das Donnern, um seine Worte zu unterstreichen, und er muss sich die Spitzen eines Schnurbarts zwirbeln.
Anschließend beschwört er Regen herauf und das Schlachtfeld wird mitten am Tag über dem Schlachtfeld verdunkelt. Und wirklich auch nur da.
AUSZEIT! Was soll der Mist denn jetzt? Warum Regen? Ich kann mir dafür nur zwei Gründe denken. Erstens: Die Schlacht musste nachts gedreht werden und es regnete da zufällig. Oder zweitens: Boll wollte die Schlacht um Helms Klamm aus „Herr der Ringe – Die zwei Türme“ nachstellen. Und scheiterte grandios.
Wenigstens haben die Guten jetzt die richtige Verteidigungsposition. Sie stehen auf einem kleinen Hügel, haben ein offenen Feld vor sich und können die Bogenschützen richtig einsetzen. Trotzdem schießen sie erst, als die Kruks halb dem Hügel hoch gestürmt sind. Außerdem bewerfen sie die Angreifer mit Styroporfelsen. Die Dinger sehen so unecht aus.
In einer Einstellung wird einer der Statisten davon getroffen und geht erst mit ziemlicher Verzögerung zu Boden. Genial.
Rhys-Davies dringt als Nebel in die Festung von Liotta ein und konfrontiert diesen. Die Beiden liefern sich ein Magierduell, indem sie Schwerter durch die Luft fliegen lassen. Was ist aus der coolen Magie geworden? Blitze, Feuerbälle und so? Außerdem wird erklärt, wie die Magier zu ihrer Kraft kommen. Sie ziehen sie aus der Loyalität zum König. Liotta ist jetzt besonders stark, weil er sich einfach zum König der Kruks ernannt hat.
AUSZEIT! Der Film wird jetzt wirklich mit jeder Minute dümmer. Kann also jeder ein Magier werden, wenn er den König nur genug liebt? Und es muss nicht mal ein bestimmter König sein? Also reicht der „König des Labors“ (wer die Anspielung erkennt und einen Kommentar mit der richtigen Antwort hinterlässt, darf sich den nächsten Film aussuchen, den ich bespreche)? Oder auch der „Burger King“? Wenn Lillard König geworden wäre, hätte dann Rhys-Davies seine Kräfte verloren, weil er dem Sack nicht folgen könnte?
Die Truppe um Statham schließt sich jetzt auch der Action an. Aber eigentlich ist es nur Jason. Kristanna schwingt sich zwar auch mit ihm zu dem Eingang, wird aber anschließend nicht mehr gesehen.
Liotta tötet Rhys-Davies und Leelee spürt das.
Die guten Truppen stürmen jetzt den Hang hinab. Das macht natürlich vollkommen Sinn, denn wieso braucht man auch eine überlegene Position? Außerdem entfernt man sich so vom Wald und dem einzigen Gelände, in dem der Cirque irgendeinen Nutzen hat. So ein Vorteil ist doch auch einfach unfair.
Leelee taucht bei ihrem Vater auf. Er erkennt, dass sie auch eine Magierin ist und überträgt ihr seine Kräfte.
AUSZEIT! Und was soll das nun wieder? Haben wir nicht gerade etabliert, dass die Magie aus der Loyalität zum König kommt? Was macht er da? Macht er sie loyaler oder was? Dieser Blödsinn treibt mich langsam an den Rand des Wahnsinns.
Die Gefangenen befreien sich unter der Führung des Bruders.
Endlich kommt es zum Endkampf zwischen Jason und Ray. Und wie sehr der Dreck abstinkt. Es werden Effekte aus Matrix wie Bullettime eingesetzt oder auch Drahtseile. Wow, wie originell. Am Ende hat Ray durch Magie Statham gerade am Rande der Niederlage, als er kurz von Leelee abgelenkt wird. Claire sticht ihm in den Rücken und Jason gibt ihm den Rest.
Die Kruks lassen alles fallen und verziehen sich.
Jason gesteht Claire, dass er sie liebt. Und Ende.
Es gibt keinen Triumphzug, keine der üblichen Paraden, nichts. Der Film endet einfach.

„Schwerter des Königs“ ist der mieseste Film, den ich jemals gesehen habe. Ganz ehrlich, der könnte ohne Probleme die Top Ten der schlechtesten Filme anführen. Dabei dachte ich immer, „Guest House Paradiso“ würde da ewig an der Spitze thronen. So schlecht ist dieser Schund.
Ich habe schon bei den anderen Filmen von Boll das Gefühl gehabt, dass er seine Filme wie folgt angeht. Er schaut sich an, welches Genre das Projekt drehen soll. Dann sieht er sich die besten Filme dieses Genres an und schreibt mit, was die gut macht. Mit dieser Liste erstellt er dann seinen Plan und hakt einen Punkt nach dem nächsten ab.
Bei Fantasy hat er ja nun eine etwas beschränkte Auswahl, weswegen er schamlos bei „Herr der Ringe“ klaut. Er schnappt sich ja sogar einen der Hauptdarsteller.
Die Leistungen der Darsteller sind unter aller Sau. Was sehr überraschend ist bei der doch eigentlich sehr talentierten Besetzung. Jason Statham liefert das Übliche ab, aber das ist nicht erwähnenswert. Das Gleiche gilt leider auch für Lillard. Liotta entscheidet sich dafür so übertrieben so agieren, dass es lächerlich ist. Reynolds wirkt die ganze Zeit über gelangweilt und genervt, Sobieski bringt nichts rüber.
Die Effekte sind schlecht. Da habe ich besseres bei „Conan“ gesehen. Die Ausstattung wirkt auch irgendwie nicht stimmig und zusammengewürfelt. Man sieht der Produktion zwar an, dass da Geld reingepumpt wurde, aber definitiv nicht die 60 Millionen Dollar, die der Film kostete.
Nichts an diesem Film ist empfehlenswert. Ich fühle mich schmutzig, weil ich ihn mir zweimal ansehen musste. Beim ersten Mal sind mein Kumpel und ich nicht aus dem Lachen rausgekommen und ich habe nichts von der Handlung behalten.
Wenn ihr die DVD in der Videothek oder in einem Laden seht, geht weiter. Nehmt die Hülle nicht in die Hand, denn der Streifen ist so toxisch, er wird euch die Finger verätzen.
Also lasst es. Es ist den Schmerz nicht wert.

Der Artikel bezieht sich nicht auf den zweiten Teil, den Uwe Boll gerade verbricht (wie man auf VOX sehen konnte), sondern ist der zweite Teil der Kritik des ersten Teils. Der Artikel war zu lang für einen Post.

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8 Antworten zu Schwerter des Königs (Teil 2)

  1. christiansfoyer schreibt:

    Puh, sorry, aber mal ehrlich: ich fand das extrem schwierig zu lesen. Vielleicht solltest du dein Verriss-Konzept doch nochmal für die Zukunft überarbeiten. Ich denke mal, dir dienen hier Video-Reviewer im Stil von Doug Walker als Vorbild, aber in geschriebener Form macht sich das eindeutig weniger gut, vielmehr macht’s einen schwurbelig im Schädel.
    Und auch wenn’s dir sicher schwer fällt, da du den Mist bestimmt so schnell wie möglich wieder verdrängen willst: Korrekturlesen! Es gibt bspw. Stellen, an denen fehlen ganze Wörter und auf die von selbst zu kommen ist ein bißchen viel verlangt.
    Ist nicht böse gemeint, sondern einfach nur ein (hoffentlich auch so aufgefasster) konstruktiver Anstoß

    • biglars schreibt:

      Ich habe das ganze dreimal gelesen und mir sind keine Fehler aufgefallen. Beim ersten Teil hatte ich das Problem, dass, aus welchem Grund auch immer, mehrere Absätze nicht erschienen und ich die nachträglich einfügen mussten.
      Zur Form der Artikel: In amerikansichen Satiremagazinen ist die Frm der Präsentation üblich. Da gibt es dann wirklich über Seiten Verrisse von Filmen, in denen Punkt für Punkt alles aufgezählt wird, was nicht stimmt. Bei „Schwerter des Königs“ ist es eine ganze Menge. Zusätzlich wollte ich durch das andauernde Springen zwischen den Figuren den Stil des FIlms nachahmen. Es ist wirklich so, dass praktisch alle vier Minuten zu einer anderen Figur geschnitten wird, die plötzlich irgendetwas macht. Manchmal laufen Szenen auch gleichzeitig und man springt hin und her. Die Erzählweise in dem Streifen ist der wahre Horror.
      Obwohl so wenig passiert werden die Figuren kaum vorgestellt. Namen kommen nur selten vor und die Beziehungen der Charaktere untereinander, außer bei Statham, Forlani und Perlman, bleibt im Dunkeln. Man muss sich das wirklich wie Fan Fiction vorstellen. Der ganz schlechten Art.
      Ich gebe aber zu, dass ich den Artikel mit ein paar Bildern auflockern wollte. Leider gibt es kaum welche. Wenn man die Titel eingibt, kriegt man nur 4 Bilder, die nichts aussagen. Und eine Unmenge an DVD-Covern.

      • christiansfoyer schreibt:

        Zugegeben, von US-Satiremagazinen hab ich keine Ahnung, es las sich für mich halt wie eine Verschriftlichung eines Beitrags, wie man ihn auf TGwtG findet (kennst die Seite ja, ich denke, du wirst nachvollziehen können, was ich darauf komme).
        Dass du dich auch am Stil des Films orientierst habe ich mir hingegen schon gedacht, wenn du das aber bei einem Film tust dessen „Erzählweise […] der wahre Horror“ ist, dann liest sich eine Review in diesem Stil eben auch nicht unbedingt vergnüglich😉
        Außerdem: wer nun weder Werke von Boll im allgemeinen noch „Schwerter des Königs“ kennt, der würde eventuell doch eher denken: „boah, dieser biglars schreibt aber ’n unzusammenhängendes Kauderwelsch“. Don’t you think?

      • biglars schreibt:

        Habe ja im ersten Teil in der Einführung geschrieben, dass die Figuren nicht entwickelt werden und man dauernd springt.
        Während des Films habe ich Stichpunkte gemacht. Es waren am Ende über 5 Din A4 Seiten, kariert. Irgendwie wollte ich das alles reinbringen. „Red Sonja“ wird deutlich kürzer, denn das Problem an dem Film ist weniger der Mist, der auf dem Bildschirm passiert, sondern die Message und die Fehler im Bezug auf die Vorgänger.
        Bei „Eragon“ habe ich mich ja auch kurz gefasst. Und ich wundere mich, wieso niemand fragt, was das „Star Wars Christmas Special“ ist. Doch Uwe Boll musste ich in einer epischen Breite, die dem epischen Versagens des Films gleichkommt, besprechen. Ich gebe zu, ich wollte das erst als Gedicht verfassen, doch nach der dritten Strophe gingen mir die Reime auf „Sch…“ aus. Und Reime auf dessen Synonyme.

  2. christiansfoyer schreibt:

    Ich muss nicht fragen, ich kenne das „Star Wars Christmas Special“. Bin ich aber nicht stolz drauf oder froh drüber…😉

    • biglars schreibt:

      Ich auch nicht. Man muss sich vorstellen, der einzige „Film“ für den sich George Lucas schämt…

      • christiansfoyer schreibt:

        Gesundes Selbstbewusstsein, der Mann… oder ’n kompletten Realitätsverlust…

      • biglars schreibt:

        Naja, ich hätte auch „Howard, the Duck“ auf die Liste der nicht zu veröffentlichen Filme gepackt. Die Prequels sind schlecht, aber haben mich jetzt nicht dazu gebracht, Star Wars zu hassen. Der letzte Indy-Film war auch nicht besonders, aber ich konnte verstehen, was er versuchte. Das Thema von religiösen Artefakten war ausgelutscht, spätestens seit Dan Brown damit so einen Erfolg hat. Da die Indy-Filme auf Trash-Filmen aus den 50ern basieren, nahm er Aliens. Das einzige, was mich störte war die manglnde Entwicklung im Charakter von Indy. Andere Ikonen aus den 80ern haben sich in ihren letzten Filmen im Vergleich zu den Vorgängern verändert. John McClane, John Rambo, Rocky Balboa alle waren älter, weiser und hatten eine andere Sichtweise auf die Dinge. Bei Dr. Jones fehlte das leider.

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