Eragon

20th Century Fox, 2006


So, nach den Highlights der Fantasy kommen wir jetzt mal ganz schnell zum anderen Ende des Spektrums. Ich habe mir die Filme dieser Woche mehrfach angeschaut und heftig gelitten. Diese Leiden werde ich mit euch teilen. Freut euch. LOS!
Doch zunächst ein kleines Quiz. Meldet euch, wenn euch die folgende Geschichte bekannt vorkommt. Ein unbedarfter Bauernjunge gerät mitten in den Konflikt zwischen dem unterdrückenden Imperium und den es bekämpfenden Rebellen. Er wird von einem ehemaligen Meister einer besonderen Kraft unter die Fittiche genommen, der ihm beibringt, diese zu nutzen. Die beiden befreien eine gefangene Prinzessin, die eine wichtige Rolle innerhalb der Rebellion spielt. Bei dieser Aktion stirbt der Meister. Der Bauernjunge flieht mit der Prinzessin zu den Rebellen, doch die Bösen verfolgen sie zum Unterschlupf. In der entscheidenden Schlacht wächst der Bauer über sich hinaus und schlägt das böse Reich fast im Alleingang.
Wer jetzt sagt, dass das verdammt nach „Star Wars“ klingt, hat vollkommen recht. Es ist die Geschichte des ersten Films mit Luke, Leia und Han. Anscheinend hat der Autor der Vorlage die Filme auch gesehen. Danach hatte er einfach das Wort „Jedi-Ritter“ durch „Drachenreiter“ ersetzt und fertig war der Hit. Ich denke, da hat sich Helene Hegemann ein Beispiel genommen.
Wie gerne hätte ich doch „Star Wars“ gesehen. Aber ich bespreche ja leider Fantasy und musste mit diesem drittklassigen Abklatsch Vorlieb nehmen.
Der Film beginnt mit einem Monolog von Jeremy Irons, der erklärt, was eigentlich passiert ist. Man sollte sich daran gewöhnen, denn Irons wird fast den ganzen Film, zumindest bis er stirbt, die Erläuterungen abliefern. Also, es gab den bösen Drachenreiter Galbatorix (der mit dem Namen eigentlich in ein gewisses von Römern umstelltes gallisches Dorf gehört) und der tötete alle anderen Drachenreiter, um der Alleinherrscher zu werden. Das ist unser Imperator und wird von John Malkovich gespielt. Wie klassisch und originell. Hatten Willem Dafoe oder Sean Bean keine Zeit?
Wir springen plötzlich ins Hier und Jetzt. Die Prinzessin Arya flieht vor den Bösen. In ihrem Gepäck hat sie einen blauen Stein, dem sie dem Imperator gestohlen hat. Wir wissen natürlich, dass es ein Ei ist, aber würden sie es von Anfang an so nennen, wären einige Dialoge extrem unfreiwillig lustig. So zum Beispiel, wenn der Imperator sagt, wie sehr er seinen Stein braucht. Komödiantisches Gold. Verfolgt und gestoppt wird Arya von dem Zauberer Durza, dem Darth Vader in diesem Schmierentheater.

Der Imperator und Darth Vader


Aber bevor er sie wirklich in die Finger kriegen kann, lernen wir unseren Helden Eragon (also Luke) kennen. Der schleicht sich mitten in der Nacht aus dem Haus, um ein wenig zu wildern. Ein wahres Herzchen.
Darth stellt nun Leia und will sie zwingen, mit dem Ei rauszurücken. Doch die Dame hat mehrere und teleportiert es weg, direkt vor die Füße von Luke. Nachdem er es angeschaut hat, macht er das einzig wahre. Er versucht es dem schmierigen Metzger im Dorf zu verkaufen. Ich persönlich würde keinen Fuß in den Laden setzen. Der Kerl ist einfach widerlich, wie er auf das Fleisch sabbert und es mit seinen dreckigen Pfoten begrapscht. Aber er lehnt den glänzenden Stein ab, weil er aus dem Wald des Königs kommt.
Beim Rausgehen sieht Luke, wie zwei Wachen einen alten Mann namens Brom fertigmachen. Er ist unser Obi-Wan, dargestellt vom oben erwähnten Jeremy Irons. Doch an die Leistung eines Sir Alec Guinness kommt Irons nicht ran. Während im Original der Meister auch so auftrat, würdevoll und weise, wirkt Brom meistens wie ein Penner.
Jetzt ist es an der Zeit, etwas über Lukes Familie zu erfahren. Er wohnt bei seinem Onkel, hat einen Cousin, der ihn wie einen kleinen Bruder behandelt. Oh, und seine Mutter hat ihn dort ausgesetzt. Der Vater wird nicht erwähnt.
Der Film läuft erst gute 25 Minuten und ich will nicht mehr. Es sind keine eigenen Ideen vorgekommen und die Schauspieler mit Talent lassen sich hängen. Dafür kriegen wir viel vom talentfreien Hauptdarsteller. Meine Gedanken wandern wieder zum wahren Luke. Ich will jetzt die ersten Filme sehen.
Der Cousin flieht dann, weil er nicht eingezogen werden will. Er verschwindet damit aus der Handlung und wird nie wieder gesehen. Sein einziger Beitrag war, Luke beim Abschied zu sagen, dass dieser das Zielen üben solle. Ich rieche einen wichtigen Punkt für später. Ihr auch?
Endlich schlüpft dann der Drachen. Dieses wilde und majestätischste Geschöpf der Fantasy-Literatur wirkt hier einfach nur lächerlich. Es hat Glupschaugen wie aus einem Anime und ist mies animiert. Außerdem hat die Echse Federn. Luke hat den dümmsten Gesichtsausdruck der Filmgeschichte, als er das Vieh das erste Mal sieht. Er streckt direkt seine Hand aus (Immer eine gute Idee bei fremden Tieren. Kinder, macht das bei den nächsten großen Hunden, die euch begegnen.) und berührt die Schnauze. Das löst einen Blitz aus, der Luke aus den Schuhen haut. Gleichzeitig spüren Obi-Wan, der Imperator und Leia eine Erschütterung der Macht. Sie haben eine Vision von Luke. Anders kann ich mir die nächsten Geschehnisse zum Großteil nicht erklären.
Darth Vader zapft die Erinnerungen von Leia an. Dabei sieht er Luke. Da aber die Prinzessin den Bauernburschen aber nie selbst gesehen hat, muss sie ihn aus der Vision kennen. Außerdem sprechen Darth und der Imperator kurz darauf darüber, dass ein Bauernjunge den Drachen gefunden hat. Der Boss erklärt auch gleich die Prophezeiung, laut der der Drachenreiter den Widerstand anführen und den Imperator besiegen wird. Hmm, da hat dann wohl einer auch „Harry Potter“ gelesen, was? Mich stört an der Geschichte, dass der Imperator das letzte Drachenei die ganze in seinem Besitz hatte. Wenn er doch wusste, dass da mal sein Bezwinger schlüpfen würde, wieso hat er es nicht einfach zerschlagen? Hätte ihm (und mir) einiges erspart. Vader beschwört jetzt auf jeden Fall Monster, die mich irgendwie an die Ringgeister aus „Herr der Ringe“ erinnern. Gott, hat der Arsch eigentlich auch eigene Ideen verwurstet?
Im Dorf erzählt Obi-Wan den Gästen der Kneipe die Geschichte vom Anfang (und uns damit noch einmal). Bei seiner Ausführung über die Prophezeiung blickt er Luke bedeutungsschwanger an. Nach dem Motto: Ja, ich weiß von dir und du bist gemeint.
Am nächsten Tag ist Luke aufgeputscht wie ein Dreijähriger, der drei Liter Cola intus hat. Er will jetzt auch ein Drachenreiter werden und bringt seiner Echse das Fliegen bei. Wie? Indem er sie in die Luft wirft, natürlich. Dabei spricht er das Vieh als „Sie“ an. Woher weiß der das? Hat er ihm zwischen die Beine geschaut? Plötzlich fängt Lukes Narbe, die er seit der ersten Berührung hat, zu glühen an und der Drache ist voll ausgewachsen. Einfach so.

Eliott, das SChmunzelmonster


Jetzt kann das Vieh auch mehr, als nur schlecht aussehen. Sie kann Gedanken lesen, weiß ihren eigenen Namen (Saphira, wie niedlich) und hat angeblich tausend Jahre auf Luke gewartet. Sie klingt dabei wie ein schwer pubertäres Mädchen. Aber wow, für jemanden, der gerade erst die Windeln abgeschüttelt hat, weiß sie eine Menge. Woher kommt dieses Bewusstsein ihres Selbst, das Wissen? Keine Ahnung.
In der Nacht schleicht sich Luke in das Haus von Obi-Wan, um mehr über die Drachenreiter zu erfahren. Dabei wird er vom Hausherren erwischt, der den Jungen verärgert wegschickt. Warum? Obi-Wan hatte dieselbe Vision wie die anderen. Er hat in der Kneipe doch angedeutet, dass er es weiß. Was soll dann der verdammte Mist?
Auf dem Rückweg sieht Luke, wie die Ringgeister den Metzger foltern und töten. Die ekelige Qualle verrät natürlich, wo sich der Hof befindet. Luke läuft sofort los, aber er wird von dem Drachen abgefangen. Während des Flugs diskutieren beide, ob sie zur Farm sollen. Luke will, Saphira nicht.
Am Ende landen sie trotzdem auf dem Hof. Gerade noch rechtzeitig, um den Onkel sterben zu sehen. Luke ist natürlich sehr wütend auf seinen Schoßhund, weil er nicht auch sterben durfte. Also schickt er sie weg.
Plötzlich steht Obi-Wan in der Tür. Er trägt auf einmal eine Rüstung und macht einen auf hart. Toll finde ich die Überraschung, als er die Narbe sieht, die Luke als Drachenreiter ausweißt. Hat der Alzheimer und die Vision wirklich vergessen? Oder auf dem flachen Gelände den startenden Drachen übersehen? Damit Luke schneller in die Hufe kommt, brennt er den ganzen Hof nieder. Sensibel ist der Mann als auch.
Mittlerweile will ich wieder „Star Wars“ sehen. Es muss auch nicht die erste Trilogie sein. Ich nehme auch die neuen Filme. Ich sehne mir wirklich Jar-Jar Binks herbei.
Doch stattdessen kriege ich eine lange Erklärung von Obi-Wan, der uns von der Vorbestimmung erzählt, die einen Reiter mit seinem Drachen zusammenbringt. Es ist eine Verbindung, die nur der Tod lösen kann. Aber es ist auch sehr einseitig. Denn stirbt der Mensch, gibt auch der Drache den Löffel ab. Stirbt aber die Echse, kann der Mensch weitermachen. Klingt irgendwie bei den Hunden und den Herrchen, oder?
Die Bösen sind in der Zwischenzeit auch nicht untätig. Darth Vader schickt seine menschlichen Soldaten los. Weil seine unaufhaltsamen und gefährlichen Killergeister versagt haben. Natürlich sind Typen, die kaum Zähne haben und leicht zurückgeblieben wirken, besser für den Job geeignet als die übernatürlichen Monster, die nur zu diesem Zweck gerufen wurden.
Unser Heldenduo erreicht jetzt ein Fischerdorf, von dem aus sie zu den Rebellen wollen. Luke geht zu einer Wahrsagerin. Sie erzählt eigentlich nur, was wir schon wissen. Ich liebe ja Wiederholungen. Der Film anscheinend auch. Als wenn wir uns den Mist nicht auch so merken können. Die Wahrsagerin wird übrigens von der Sängerin Joss Stone gespielt. Ich habe einen Rat an die Dame: Gib die Musik niemals auf. Denn als Schauspielerin bist du unterirdisch.
Kaum tritt Luke aus der Hütte, werden er und Obi-Wan von den menschlichen Soldaten angegriffen. Fast sind sie am Ende, doch Luke kann plötzlich zaubern und schießt einen magischen Pfeil, der die Angreifer tötet und ihm wieder eine Ohnmacht beschert. In diesem Zustand hat er eine Vision von Leia.

Magie ist kewl


Nachdem er aufgewacht ist, wird Luke von Obi-Wan erklärt, wie Magie funktioniert. Das Ganze ist ziemlich idiotisch (glaubt mir, ich schreibe noch, wie es dümmer geht). Also, die Magie kommt von den Drachen und wird auf den Reiter übertragen. Der muss dann nur noch ein Wort auf elfisch sagen (Wieso eigentlich?) und es passiert. Woher Luke die Sprache kann, vor allem, da er kaum der menschlichen mächtig ist, bleibt offen.
Um seine neuen Fähigkeiten zu testen kriegt der Zuschauer jetzt eine viel zu lange Flugsequenz geboten. Praktisch im Zeitraffer lernt Luke, auf dem Drachen zu reiten. Er scheitert zwar, auf dem Schwanz zu stehen (Wird das vielleicht wichtig? Ohja.), aber er lernt einen anderen Trick. Er kann durch die Augen des Drachen sehen. So entdeckt er die Ringgeister, die es auf Obi-Wan abgesehen haben.
Luke und sein Meister erledigen zwei von denen, anschließend erzählt der alte Mann seine Lebensgeschichte. Er war auch ein Drachenreiter (Was für eine Überraschung!), aber seine Echse wurde von einem Drachenreiter, der dem Imperator folgte, getötet. Jahre später fand Obi-Wan den Kerl, erledigte ihn und nahm sich sein Schwert. Dabei denkt man immer, dass nur Psychos Trophäen sammeln.
Die Bösen nehmen jetzt auch wieder am Geschehen teil. Darth Vader verpasst Luke einen Traum, in dem er als Leia um seine Rettung bittet. Der junge Heißsporn beißt sofort an (weil er wahnsinnig geil auf die Dame ist), doch sein Lehrer ist dagegen. Das Schloss von Vader liege in die falsche Richtung und sei zu weit entfernt. Außerdem sei sein Leben wichtiger als das von Leia.
Dem Kurzen ist das aber egal, also haut er mit dem Drachen ab. Kann man ihm einen Vorwurf machen? Nicht wirklich. Er ist 15, hatte zum Kuscheln bis jetzt nur seine Kuh und wenn er nicht zum Schuss kommt, wenn er ihr das Leben rettet, dann stimmt etwas nicht.
Mich erinnert das daran, wie Luke aus deutlich nobleren Beweggründen den Todesstern stürmte, um Leia zu retten. Gott, der Film läuft noch immer und der Drang nach George Lucas wird stärker. Ich wäre mittlerweile mit den „Ewok“ Filmen zufrieden. Ja, „Karawane der Tapferen“ klingt jetzt nicht schlecht. Der Film ist deutlich besser als der Mist hier.
Unser Luke hier schleicht verkleidet in die Festung, die kaum bewacht wird und deren Tore offen stehen, und findet Leia mit Hilfe des Drachenblicks. Gerade, als er sie befreien will, taucht Vader auf. Die beiden liefern sich ein Kämpfchen, in dem der Junge den Arsch aufgerissen kriegt. Er und sein Gegner bewerfen sich dabei mit magisch fliegenden Waffen. Haben die noch nie etwas von einem Feuerball oder so gehört? Wo sind nur die coolen magischen Angriffe geblieben? Darth Vader zeigt doch später, das er das drauf hat. Wieso macht er es jetzt nicht?
Stattdessen will er Luke mit einem Speer aufspießen. Doch im letzten Moment springt Obi-Wan dazwischen und steckt den Treffer in bester „Bodyguard“ Manier ein. Wie kam er so plötzlich da hin? Ich habe keine Ahnung. Luke schießt Darth noch schnell einen Pfeil durch den Kopf. Das bringt nur nichts, weil man Magier nur mit einem Treffer durch das Herz töten kann, wie wir später lernen. Es ist Obi-Wans letzte Erklärung, bevor er stirbt.
Die Flucht aus der Festung verläuft nicht ganz unproblematisch. Ihnen wird zwar von einem Fremden geholfen, aber der Drache kann keine drei Personen tragen. Ok, nehmen wir das so einfach hin. Wie so vieles. Wie auch die Nummer, dass der Drache den Grabhügel von Obi-Wan in Glas verwandelt. Einfach so.
Doch die Probleme enden hier nicht. Leia wurde von Darth vergiftet. Sie muss jetzt schnell zu den Rebellen, sonst stirbt sie. Zum Glück ist auf einmal Murtagh da, der geheimnisvolle Kerl. Er soll wohl unser Han Solo sein. Nett finde ich, wie hier „Herr der Ringe“ direkt mit „Star Wars“ verbunden wurde. Der vergiftete Frodo und der Peilsender am Falken. Einfach herrlich.
Luke erreicht das Rebellenlager, wird aber von Heer der Bösen verfolgt. Um da reinzukommen, muss er durch einen See in das Innere eines Berges tauchen. Ist das nicht etwas kompliziert? Wie kriegen die ihre Vorräte und Waffen da hin?
Der Imperator und Vader beraten, was sie tun sollen. Anscheinend wissen sie, dass Luke die Rebellen erreicht hat. Woher hur? Ich habe keine Ahnung.
Die Truppen der Bösen bahnen sich ihren Weg durch enge Gänge und Höhlen zum Rebellenlager, während sich die auf die Schlacht vorbereiten. Wieso die Rebellen nicht schon in den Gängen angreifen, weiß ich auch nicht. Das ist so eng da, dass die bösen Soldaten nur im Entenmarsch vorankommen. Ein einzelner Mann mit einem Bogen oder eine Armbrust könnte die schon ordentlich dezimieren. Aber die Guten bauen lieber eine Rüstung für Luke und den Drachen.
Diese Beiden haben dann eine ganz tolle Szene, an deren Ende Luke sein Schwert zieht und Saphira das mit einem Feuerstoß heldenhaft erleuchtet. Ja, der Drache kann jetzt, passend zum Schlachtbeginn, Feuer speien und mit der schweren Rüstung fliegen. Drei Menschen sind sicher schwerer.

Nein, das ist kein Kinderfilm. Schaut nur, wie hart wir sind.


Jetzt kommt es also zur letzten Schlacht. Wie in „Star Wars“, als der Todesstern anrückte. Gott, dieser Film quält mich noch immer. Zum Glück ist er bald vorbei und ich kann mein Verlangen nach Lucas stillen. Mit „Star Wars – The Clone Wars“, dem Zeichentrickfilm. So weit bin ich schon.
Die folgende Schlacht ist Standard. Es wird erst interessant, als Vader, der jetzt wie ein Dämon aussieht, ein Rauchmonster beschwört. Er reitet darauf, um sich einen Luftkampf mit Luke zu liefern. Der Drache wird dabei schwer verletzt, aber es gelingt ihr, Luke mit ihrem Schwanz durch die Luft zu schleudern, damit er Darth aufspießen kann.
Der Drache und ihr Reiter schlagen schwer angegriffen auf dem Boden auf. Die Echse liegt sogar im Sterben, doch Luke lässt einen Heilspruch los und wird ohnmächtig. Schon wieder.
Was wird eigentlich aus den restlichen Gegnern? Plötzlich ist der nach gerade wild tobende Kampf vorbei.
Als Luke später aufwacht ist alles wieder ok. Ihm geht es gut und auch dem Drachen merkt man nicht an, dass ihr fast der Hals von einem Monster durchgebissen wurde.
Der Film endet mit dem Imperator, der die Landkarte in seinem Thronsaal durchschneidet und dahinter kommt sein Drache hervor. Das ist wohl der Versuch, ein Sequel zu pushen. Gott sei Dank kam es nie dazu.

Ich weiß nicht, was mich an diesem Film mehr aufregt. Ist es das billige Abschreiben bei George Lucas und J.R.R. Tolkien? Ist es die absolut miese Leistung der Darsteller? Die Lücken im Plot? Die uninteressanten Charaktere?
Das kommt alles zusammen. Zusätzlich ist da natürlich noch die „Pussifizierung“ von Drachen. Sie sind ehrfurchtgebietende und furchteinflößende Wesen, die Weisheit aber auch Gefahr ausstrahlen.
Hier haben wir es mit einer Teeniegöre zu tun, die nichts davon hat. Auch das Design geht voll daneben. Gefährliche Zähne, lange Stacheln und dicke Schuppen sucht man hier vergebens. Saphira ist himmelblau, hat Federn und wirkt wie ein Kuscheltier.
„Eragon“ ist für Fantasyfans, was „Twilight“ für Fans von Vampiren ist. Eine glorreiche Figur der Literatur wird genommen und solange weichgespült, bis man sie nicht mehr erkennt. Aber jetzt kann man Merchandise an hirnlose Kiddies verkaufen.
Ich habe jetzt genug und hole mir endlich meine Dosis „Star Wars“. Aus dem Internet. Denn ich werde mir das „Star Wars Christmas Special“ runterladen. Selbst das ist noch immer besser als dieser Dreck.

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2 Antworten zu Eragon

  1. Ich kannte vor meinem Studium und dem Abitur Menschen, die das Buch verschlungen haben und in den Film gerannt sind… seitdem habe ich nichts mehr von ihnen gehört :^D
    Die Anleihen beim Krieg der Sterne und dem mit sich ringenden Herr der ringförmigen, in Knechtschaft aber auch in eine Fellowship treibenden Schmiedehandwerkskunst scheinen wirklich unübersehbar – Respekt übrigens für die ausführliche Wiedergabe einer Story, die es dir lesbar schwer gemacht hat, nette Worte für sie zu finden ;^)

    • biglars schreibt:

      Ich stehe ja auf Fantasybücher, habe den Herr der Ringe gelesen, den Hobbit. Ich ersehne mir jedes Mal das neue Buch von R.A. Salvatore herbei und auch das neue Comic. Deswegen war ich auch an Eragon interessiert. Ich fragte eine Freundin, was sie davon halte. Ihr Kommentar war „Das ist Star Wars, der hat nur einfach Jedi durch Drachenreiter ersetzt. Oh, und interessant schreiben kann er auch nicht.“
      Damit war die Sache eigentlich für mich erledigt, bis der FIlm rauskam. Mein Vater wollte den sehen, also haben wir ihn ausgeliehen. Nach den 90 min hat er sich zu mir umgedreht und gesagt, dass das der letzte Dreck war. Da´s war das erste Mal, dass er das bei einem Popcornfilm sagte. Normalerweise kriege ich das nur zu hören, wenn ich etwas mit Anspruch oder einer unorthodoxen Erzählweise anbringe. Er hat sich sogar geweigert, den Film mit mir nochmal zu schauen, als ich ihn für die Kritik jetzt auslieh. „Eragon“ ist wirklich so mies. Das einzig Gute an dem Film ist die Episode von „American Chopper“, in der die Teutuls ein Bike zur Promo bauen.

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