Kampf der Titanen

MGM, 1981


Regie: Desmond Davis
Drehbuch: Beverley Cross

Darsteller:
Harry Hamlin – Perseus
Maggie Smith – Thetis
Claire Bloom – Hera
Ursula Andress – Aphrodite
Burgess Meredith – Ammon
Lawrence Olivier – Zeus

Der Fantasy-Monat geht in seine zweite Woche. Wir starten diese mit dem letzten Film des großen Ray Harryhausen, dem Meister des Stop-Motion Effekts, um nachträglich seinen 90. Geburtstag zu feiern. Also, dann mal ran an die Puppen.

FunFacts:
„Kampf der Titanen“ hatte ein Budget von 22 Millionen Dollar.
Ray Harryhausen war nicht nur der Produzent des Films, er machte auch die Special Effects. Nach Abschluss der Dreharbeiten zog er sich in den Ruhestand zurück.
Trotz der Ähnlichkeiten zwischen der mechanischen Eule und einem gewissen Roboter mit Attitüde aus Star Wars, behauptete Harryhausen immer, er habe Bubo vor dem ersten Auftritt von R2D2 konzipiert.
Die Schauspieler Harry Hamlin und Ursula Andress waren während des Drehs ein Paar. Ihr gemeinsamer Sohn Dimitri wurde 1980 geboren. Die Beziehung endete 1982.
Aber sie waren nicht das einzige Paar am Set. Der Autor Beverley Cross war bis zu seinem Tod 1998 mit der Darstellerin Maggie Smith verheiratet.

Inhalt
Der Halbgott Perseus verliebt sich in die Prinzessin Andromeda. Dies erbost die Göttin Thetis, denn die Prinzessin war ihrem Sohn Calipos, der wegen seiner Grausamkeit in einen Satyr verwandelt worden war, versprochen. Deshalb soll Andromeda dem grausamen Kraken geopfert werden.
Perseus begibt sich deshalb auf die Suche nach der einzigen Waffe, die das Monster töten kann. Er will den Kopf der Medusa.

Die Pros:
+Die Besetzung: Was hier an Darsteller aufgefahren wurde, lässt sich mit kaum einen anderen Ensemblefilm vergleichen. Selbst die kleinste Nebenrolle ist super besetzt. Maggie Smith (Professor McGornagall aus den „Harry Potter“ Filmen), Ursula Andress (das erste Bondgirl) und Burgess Meredith (Mickey aus den „Rocky“ Filmen) sollten selbst Kinomuffeln ein Begriff sein.
+Die Effekte: In Zeiten, in denen ganze Filme am Computer entstehen, mag Stop-Motion antiquiert wirken, aber für mich macht es den Charme des Films aus. Die Monster wirken organischer und lebendiger als mansche Animation. Das Highlight ist der Krake. Wer die Serie „Malcolm Mittendrin“ kennt, hat dieses Tier im Vorspann gesehen.

Die Kontras:
-Die Dialoge: So toll die Schauspieler sind, so mies sind teilweise die Zeilen, die sie aufsagen. Es wirkt hölzern, gestellt und manchmal unfreiwillig komisch.

Fazit
„Kampf der Titanen“ mag nicht Harryhausens Meisterwerk sein (der Titel geht ohne Zweifel an „Jason und die Argonauten“, aber trotzdem ist er ein toller Film. Hier wird wunderbares Fantasykino geboten, das die Vorstellungskraft von Jung und Alt anregt.
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Film auszuleihen. Menschen mit Geschmack (so wie ich) haben sich die DVD längst gekauft.

Das Remake
Da ich mich um die Diskussion nicht drücken kann (auch wenn ich ihr lange ausgewichen bin), sprechen wir über das Remake mit Sam Worthington. Louis Leterrier hat hier einen zeitgemäßen Actionfilm gedreht mit wirklich beeindruckenden Effekten und Kampfszenen.
Leider ist die Story dünn und ich konnte das Gefühl nicht loswerden, dass dort eine Menge fehlte. Im Internet konnte ich dann lesen, dass das Studio massive Änderungen und Schnitte vorgenommen hatte, wodurch die Handlung fast vollkommen verändert wurde.
In der Kinofassung ist der Film nicht mehr als pures Spektakel, das man sich höchstens einmal anschauen kann. Ich hoffe auf den Director’s Cut.

Lest morgen, wie es ausgeht, wenn sich George Lucas an Fantasy versucht.

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2 Antworten zu Kampf der Titanen

  1. Das mit der Krake im Vorspann von MALCOM MITTENDRIN nehme ich dankbar zur Kenntnis! Stop Motion ist im Übrigen eine von mir erst im letzten Kinojahr mit CORALINE bewusst entdeckte Über-Film-Technik. Zum Titanen-Kampf-Remake will ich besser kein weiteres Wort verlieren… meine Rezension auf CINEtologie sollte alles Nötige gesagt haben. Alles in Allem: Die Rezension lädt mich nach meiner Enttäuschung über die moderne Fassung dazu ein, mal einen Blick auf den Vorgänger zu werfen – danke!

    • biglars schreibt:

      Leterrier hat irgendwie kein Glück mit seinen Filmen. Er baut da wirklich tolle Sachen ein und am Ende wird es vom Studio rausgeschnitten. Ein gutes Beispiel ist da auch „Hulk“. Es ist eine Sequenz am Nordpol und eine Scholle verbricht. In dem Eis kann man die Umrisse des eingefrorenen Captain America erkennen. Wie cool wäre das gewesen? So als Bonus für Marvel-Fans, die aufpassen? Am Ende landete die Szene auf dem Boden des Schnittraums und ist nur im Bonus der Doppel-DVD enthalten. Ich hasse Studios manchmal.

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