Conan – der Zerstörer

Universal Pictures, 1984


Regie: Richard Fleischer
Drehbuch: Stanley Martin

Darsteller:
Arnold Schwarzenegger – Conan
Grace Jones – Zula
Wilt Chamberlain – Bombaata
Olivia D’Abo – Prinzessin/Königin Jehnna
Mako – Akiro
Tracey Walter – Malak
Sarah Douglas – Königin Tamaris

Ehrenhafte Erwähnung:
André the Giant – Dagoth, der träumende Gott

Nach dem großen Erfolg des ersten Teils war ein Sequel nur eine Frage der Zeit. Um den Gewinn zum maximieren schlug man eine neue Richtung ein. Also sehen wir Arnold erneut zu, wie er sich in den Fellschlüpfer zwängt und sein großes Schwert poliert (Bieberkacke, ich mache es schon wieder).

FunFacts:
Das wird kurz, denn ich konnte nicht wirklich viele Informationen im Netz finden und die DVD hatte kein Making Of.
„Conan – der Zerstörer“ hatte ein Budget von 18 Millionen Dollar.
Um den finanziellen Erfolg des Vorgängers zu übertreffen, änderte man die Ausrichtung des Films. Man wollte ein PG-Rating erhalten (ohja, das ist kein Ding der Neuzeit), um ein breiteres Publikum zu erreichen. Deswegen wurde die Gewalt reduziert und der Fokus mehr auf den Humor gelegt.
Übrigens gibt Olivia D’Abo hier ihr Leinwanddebüt.

Inhalt:
Conan ist noch immer über den Tod seiner Gefährtin Valeria betrübt. Deswegen geht er auch sofort auf das Angebot von Königin Tamaris ein, diese wiederzuerwecken. Er muss nur die Prinzessin begleiten, die den schlafenden Gott Dagoth erwecken soll.

Die Pros:
+Die Besetzung: Neben Arnold Schwarzenegger findet sich eine illustere Riege von Darstellern ein. Da sind z.B. die Basketballlegende Wilt Chamberlain, die Sängerin Grace Jones und natürlich Olivia D’Abo (unter anderem mal ein Bond-Girl). Die darstellerischen Leistungen mögen schwanken, aber darüber kann man hinwegsehen.
+Der Endkampf: Die letzte Konfrontation zwischen Conan und Dagoth entschädigt für einiges. Es geht wieder wie im ersten Teil zur Sache und man fragt sich, warum man das nicht gleich den ganzen Film so gedreht hat.

Die Kontras:
-Special Effects und Maske: Während der Vorgänger teilweise Maßstäbe setzte, reißt der Nachfolger sie ein. Manche Effekte sehen selbst für die damaligen Verhältnisse mies aus und der Gummianzug, in dem der arme Stuntman für den Kampf gegen den Zauberer in der Spiegelkammer klettern musste, lässt selbst das Monster aus der Lagune wie einen CGI Na’vi aussehen.
-Tracey Walter: Ich habe selten einem Darsteller oder besser einer Rolle so sehr den Tod gewünscht. Malak treibt mich in den Wahnsinn. Jede Szene ist eine Qual, jede Zeile eine Beleidigung. Die Figur ist kein Comic-Relief, sondern ein Comic-Funeral.

Das Fazit:
„Conan – der Zerstörer“ kommt bei weitem nicht an seinen Vorgänger heran. Diese verwässerte Fassung eines der größten Helden der Fantasy-Literatur ist zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht überragend. Der Film ist oberer Durchschnitt.
Fans von Arnie werden schon zugegriffen haben, Genre-Fans können das auch guten Gewissens machen. Allen anderen empfehle ich, einfach mal in der Videothek ihres Vertrauens vorbeizuschauen.

Das war nun der erste Teil des Fantasy-Monats. Schaut in der nächsten Woche wieder in den Blog, wenn ich mich dem Altmeister Ray Harryhausen und seinem Meisterwerk „Kampf der Titanen“ widme.

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