Stirb langsam – Jetzt erst recht

20th Century Fox, 1995
Regie: John McTiernan
Drehbuch: Jonathan Hensleigh

Darsteller:
Bruce Willis – John McClane
Jeremy Irons – Simon Gruber
Samuel L. Jackson – Zeus Carver
Graham Greene – Joe Lambert
Colleen Camp – Connie Kowalski
Larry Bryggman – Insp. Walter Cobb

Ehrenhafte Erwähnung:
Alan Rickman – Hans Gruber
Dick Cheney – Vertreter der Polizei (ja, der spätere Vizepräsident der USA und Prinz der Finsternis. Anscheinend macht nicht nur das Anschauen, sondern auch das Mitwirken in Actionfilmen gewalttätig. Ich erinnere da an einen gewissen Jagdausflug.)

Der Kreis schließt sich (oder hätte es tun sollen). McTiernan führte erneut Regie, Willis trug wieder Unterhemd und der Schurke hieß wieder Gruber. Mal sehen was das geplante letzte Kapitel zu bieten hatte.

FunFacts:
„Stirb langsam – Jetzt erst recht“ hatte ein Budget von 90 Millionen Dollar.
Der Film basiert auf dem Skript „Simon Says“ von Jonathan Hensleigh, das eigentlich mit Brandon Lee in der Hauptrolle verfilmt werden sollte. Aber da man am Set seines letzten Films leicht unfähig war, kam das nicht zustande. Plan B war die Adaption des Stoffs zum vierten Teil der „Lethal Weapon“-Reihe. Ich danke Gott, dass das nicht passierte.
Gerüchte zufolge war auch geplant, diesen Teil auf einem Kreuzfahrtschiff spielen zu lassen. Zum Glück wurde diese Idee fallen gelassen, nachdem „Speed 2 – Cruise Control“ an den Kinokassen kenterte.
Für die Dreharbeiten in Harlem galten besondere Sicherheitsmaßnahmen. Gleich mehrere Blocks wurden vollständig gesperrt und geräumt. Außerdem lautete der Text auf Bruce Willis Schild „I hate Everybody“ und wurde erst in der digitalen Nachbearbeitung zu „I hate Niggers“ geändert. Ich finde das Ganze ziemlich übertrieben. Jeder weiß doch, dass die Schwarzen nicht lesen können und es auch nicht brauchen. In diesem Sinne betrieb doch auch einer der Statisten fünf Jahre später Bildungspolitik.

Inhalt:
Die letzten Jahre waren nicht besonders gut zu John McClane. Der Ruhm seiner Heldentaten ist verblasst und seine Frau hat ihn endgültig verlassen. Er selbst ist derzeit suspendiert und schlägt seine Zeit mit Trinken tot.
Jetzt muss er aber wieder ran. Ein Bombenleger droht die Stadt in Schutt und Asche zu legen, wenn nicht John und sein Partner wider Willen Zeus an seinen kranken Spielen teilnehmen. Schon bald finden die beiden heraus, dass dies alles nur ein großes Ablenkungsmanöver ist.

Die Pros:
+Die Action: Alles an dem Film schreit „episch“. Die riesige Explosion am Anfang, die in der U-Bahn, die Verfolgungsjagd quer durch den Central Park. Hat der zweite Teil beeindruckt, wird man hier förmlich aus dem Sessel geblasen.
+Samuel L. Jackson: Jeder Film wird besser mit dem Mann, auch wenn er manche („Star Wars“ Prequels) nicht retten kann. Jackson gibt hier weniger einen Stichwort liefernden Sidekick als einen gleichwertigen Partner für Willis und erschafft so eine neue Dynamik in der Serie.
+Jeremy Irons: Nach den eher schwachen Vertretern aus dem letzten Teil haben wir wieder einen richtigen Schurken. Er ist cool, charismatisch und eiskalt berechnend. Oh, und Irons ist ein toller Schauspieler.

Die Kontras:
-Der Plot: Es ist nur ein kleiner Punkt, aber ich muss es einfach ansprechen. Die letzte Wendung hätte man sich sparen können. Wieso einen Raub mit einem Terroranschlag tarnen, der dann doch wieder einen Raub mit einem Terroranschlag tarnt. Verwirrend? Und wie. Eine straffere Geschichte wäre besser gewesen.

Fazit:
Ich gebe zu, der Film hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Das habe ich bereits in meiner letzten Top Ten geschrieben. Vielleicht liegt es daran, dass es der erste „Stirb langsam“ war, den ich im Kino sehen konnte. Ich kriege noch heute eine Gänsehaut, wenn ich „Summer in the City“ höre.
Abgesehen von diesen nostalgischen Gefühlen ist „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ ein toller Actionfilm, den man sich bedenkenlos kaufen kann.

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