Fanboys

The Weinstein Company 2007
Regie: Kyle Newman
Drehbuch: Ernest Kline & Adam F. Goldberg

Darsteller:
Sam Huntington – Eric
Chris Marquette – Linus
Dan Fogler – Hutch
Jay Baruchel – Windows
Kristen Bell – Zoe

Ehrenhafte Erwähnung:
Seth Rogen – Admiral Seasholtz/ Alien / Roach
Danny Trejo – The Chief
Ethan Suplee – Harry Knowles
Billy Dee Williams – Judge Reinhold
William Shatner – sich selbst
Carrie Fisher – Doktor
Kevin Smith – Typ an der Tankstelle
Jason Mewes – Typ an der Tankstelle
Ray Park – Sicherheit Nr. 2
Danny McBride – Chef der Sicherheit

Die Welt geht unter, ich schaue mir einen Independentfilm an. Kleiner Scherz, aber meistens mache ich einen Bogen um die kleinen Produktionen, da ich mit denen viele schlechte Erfahrungen gemacht habe. Doch was hat mich damals ins Kino und jetzt dazu getrieben, die DVD auszuleihen? Zwei kleine Worte: „Star Wars“. Und die haben mich schon mehrmals ins Kino gebracht. Wie war die Erfahrung dieses Mal? Finden wir es heraus.

FunFacts
„Fanboys“ hatte ein Budget von 8 Millionen Dollar.
Nachdem er eine Vorabversion des Films gesehen hatte, nickte George Lucas das Ganze ab und stellte sogar die original Soundeffekte aus der ersten Trilogie zur Verfügung. Kevin Smith fragte nach einer Vorführung der ersten Fassung, ob er einen Cameo kriegen könne. Dieser Wunsch wurde ihm gewährt.
So gut die Resonanz beim Publikum war, so sehr war es ein Kampf, den Film endlich in die Kinos zu bringen. Ursprünglich sollte „Fanboys“ am 17.08.2007 erscheinen, aber die Veröffentlichung wurde auf den Januar 2008 verschoben. Newman hatte mehr Geld zur Verfügung und wollte einige Szenen nachdrehen, die im alten Budget nicht enthalten waren. Leider konnte die Besetzung erst im September 2007 wieder zusammen drehen.
Dieser Termin konnte auch nicht eingehalten werden, da die Nachdrehs erst im November / Dezember 2007 stattfanden unter der Regie von Steven Brill.
Am 14.01. 2008 wurde berichtet, dass man plane, den Krebsplot zu streichen und durch Vulgärhumor zu ersetzen. Dieser Bericht wurde gestützt, als bei einer Vorführung in Burbank, Kalifornien zwei Fassungen gezeigt wurden. Als neuen Starttermin nannte man den April 2008.
Die vorgesehenen Änderungen lösten einen Proteststurm der Fans aus. Dieser wurde von Steven Brill mit üblen und fiesen Beleidigungen beantwortet. Der eigentliche Regisseur Newman stellte sich auf die Seite der Fans und konnte man 09.07.2008 in einem Interview bestätigen, dass der Krebsplot wieder enthalten sei. Er kriegte 36 Stunden, um den Film umzuschneiden.
Die finale Fassung wurde am 24.07.2008 auf der San Diego Comic-Con (für alle Nicht-Nerds: die größte Comic- / Filmconvention der Welt) gezeigt. Als neuer Erscheinungstermin wurde der 19.09.2008 genannt, dann der 26.11.2008. Am 06.02.2009 kam er dann endlich in den USA in den Kinos, bei uns dauerte es bis zum 30.07.2009.

Inhalt
Wir schreiben das Jahr 1998. Für die Freunde Linus, Hutch und Windows zählt nur ein Termin in sechs Monaten: Der Kinostart von „Episode 1: Die dunkele Bedrohung“. Doch Linus wird diesen Tag wohl nicht erleben, da er an Krebs erkrankt ist.
Deshalb hat sein ehemals bester Freund Eric einen verrückten Plan: Sie fahren nach San Francisco, brechen in die Skywalker Ranch ein und schauen sich die Rohfassung an.
Auf ihrer Reise erleben sie eine Menge abgedrehter Abenteuer.

Die Pros:
+Der Humor: Der Film ist ein Witzfeuerwerk für alle, die sich mit „Star Trek“ und „Star Wars“ auskennen. Da kriegt man eine Unmenge an Insidergags geboten, die einen nicht nur zum Schmunzeln, sondern zum Schreien bringen.
+Die Cameos: Die Garde der Schauspieler mit Kurzauftritten ist mehr als nur namhaft. Die Auftritte der „Star Wars“ Legenden Billy Dee Williams und Carrie Fisher lassen nostalgische Gefühle aufwallen. Aber der Hammer ist Shatner. Schaut euch den Film in Englisch an, ihr macht euch nass.

Die Kontras:
-Die Feindschaft: Als jemand, der sowohl Luke als auch James vergöttert, habe ich den Plot mit der Feindschaft zwischen den beiden Lagern nicht ganz nachvollziehen können. Aber der Konflikt liefert einige gute Gags.

Fazit
Das hier kann keine objektive Kritik werden, da ich einer von den Jungs bin. Ich habe als kleines Kind die Filme so oft gesehen, dass nicht nur eine Videoaufnahme kaputt ging. Ich sah später die remasterten Fassungen im Kino an und kaufte sie auf VHS. Ich war, als ich in den USA war, in der Premiere von „Episode 1“ und war unterwältigt und jage nach immer einer gut erhaltenen Spielzeugversion (erste Serie) des Millennium Falcons nach (Kindheitstrauma).
Ich bin die Zielgruppe und fühle mich super repräsentiert. Ich kann mich köstlich amüsieren. Also, wenn ihr nur annähernd so verrückt wie ich seid, dann kauft euch den Film. Bei der DVD kriegt man sogar die Blu Ray gleich mit.
Alle anderen werden „Fanboys“ nicht verstehen.

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2 Antworten zu Fanboys

  1. Ich gestehe: Ich bin und war nie ein STAR WARS- oder auch nur STAR TREK-Fan. Letzteres habe ich im Kindesalter hin und wieder gesehen – aber nicht regelmäßig und nicht mit außergewöhnlicher Faszination.
    Vor diesem Hintergrund nehme ich dieses Filmprojekt (FANBOYS) zur Kenntnis, mir fehlt jedoch jeglicher ernsthaft begehbarer Zugang.
    Nichtsdestotrotz: Gewohnt interessant und ansprechend geschrieben – weiter so!

    • biglars schreibt:

      Ein Heide!!!!! Tschutschutschutschu (es fällt schwer, das Geräusch aus „Die Körperfresser kommen“ zu schreiben, aber ich denke, du verstehst, was ich meine).
      Aber ernsthaft, wenn man sich nie mit den Filmen und der Kultur drumherum auseinandergesetzt hat, wird man „Fanboys“ nicht verstehen. Da ist der Film wie „Jay und Silent Bob schleagen zurück“: kennt man die Materie nicht, versteht man den Film nicht. Deswegen auch die geteilte Empfehlung.

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