KICK-ASS (Teil 2)


Wie versprochen kommt jetzt die Besprechung des zweiten Teils des Comics „Kick-Ass“, in dem wir erfahren, wie es unserem Helden Dave Lizewski weiter ergeht.

Inhalt
Als wir Dave das letzte Mal sahen, hatte er sein Superheldenkostüm an den Nagel gehängt und sich, durch Big Daddy und Hit-Girl traumatisiert, zurückgezogen.
Er kommt erst wieder aus seinem Loch, als ein neuer Held, der sich Red Mist nennt, in der Stadt auftaucht. Er erlangt eine Menge Ruhm und außerdem werden ihm eine Menge Ideen und Erfolge von Kick-Ass zugeschrieben. Deshalb nimmt Dave zu ihm Kontakt auf und hängt ein wenig mit ihm ab.
Gleichzeitig planen Big Daddy und Hit-Girl, deren Hintergrund aufgeklärt wird, den entscheidenden Schlag gegen die Mafia.

Vergleich zum Film
Im zweiten Teil kommt es zu einigen gehörigen Abweichungen zum Film.
Die Gravierendeste ist eindeutig die Hintergrundgeschichte von Big Daddy und Hit-Girl. Im Film ist es wirklich so, dass die Ehefrau bzw. die Mutter durch die Mafia ums Leben kam (wenn auch nur indirekt). Im Comic ist der maskierte Rächer lediglich ein gelangweilter Buchhalter, der seinen Comicbuchfantasien freien Lauf ließ und zu diesem Zweck seine Tochter entführte, um ihr eine Gehirnwäsche zu verpassen.
Die nächste ist die Beziehung zwischen Dave und seiner Angebeteten, Katie Deauxma. Nimmt sie im Film seiner Schwindelei bezüglich seiner sexuellen Ausrichtung gelassen hin und bleibt mit ihm zusammen, macht sie hier nicht nur Schluss. Sie lässt ihn von ihrem richtigen Freund zusammenschlagen und schickt noch nette Bilder vom Oralverkehr an Dave.

Kommentar
„Kick-Ass“ nimmt im zweiten Teil noch einmal ordentlich Fahrt auf. Ich denke, für Comics (und auch Filme) wie dieses wurde der Begriff „Ultraviolence“ erfunden. Die Zeichnungen sind sehr gut und sehr (manchmal etwas zu) detailliert.
Kommen wir zum Vergleich. Was ist besser: Der Comic oder der Film? Welche Fassung (wegen der Änderungen kann man ruhig von zwei getrennten Versionen reden) gefällt mir am besten?
Fangen wir mit der zweiten Frage an. Beide funktionieren in ihrem jeweiligen Medium perfekt. In Filmen muss man ein breiteres Publikum ansprechen, deswegen hat man sich hier für ein Happy End entschieden. Es passt sehr gut, und als Zuschauer geht man zufrieden nach Hause. So zieht man eine Menge Geld.
Ein Comic muss dies nicht. Man hat eine Zielgruppe, für die man schreibt, und kann so düster und zynisch werden, wie man will. Im Comic bleibt auch die Aussage der Geschichte (Comic und Realität sollte getrennt bleiben. Wer wirklich im Kostüm auf die Strasse geht, ist ein Psycho.) intakt.
Wenn ich jetzt aber beide vergleiche, dann gefällt mir der Comic besser. Die Geschichte macht einen kompakteren Eindruck, das Verhalten der Figuren ist glaubwürdiger und der zynische Blickwinkel spricht mich als misanthropisches Arschloch deutlich mehr an.
Geht auf jeden Fall in den nächsten Zeitschriftenladen oder Comicbuchladen und schaut hinein. Viele von euch werden das Heft sicher zur Kasse tragen.

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