Gamer

Lionsgate 2009
Regie und Drehbuch: Mark Neveldine und Brian Taylor

Darsteller:
Gerard Butler – Kable / John Tillman
Amber Valletta – Angie
Michael C. Hall – Ken Castle
Kyra Sedgwick – Gina Parker Smith
Logan Lerman – Simon Silverton

Ehrenhafte Erwähnungen
Terry Crews – Hackman
Ludacris – Humanz Brother
John Leguizamo – Freek

So, jetzt also der zweite Film aus meinem SciFi Marathon. Erneut geht es darum, dass Menschen ihre Sehnsüchte und Gelüste durch Stellvertreter ausleben. Diesmal benutzen sie jedoch echte Menschen dafür. Wie macht sich dieser Mix aus „Running Man“, „Modern Warfare 2“ und „Second Life“?

FunFacts
Das Budget lag bei 15 Millionen Dollar.
Im Mai 2007 verpflichtete Lakeshore Entertainment das Duo Mark Neveldine und Brian Taylor (die Macher hinter „Crank“), um einen SciFi-Thriller zu drehen. Sie schreiben das Drehbuch und führten auch Regie, Gerard Butler wurde als Hauptdarsteller engagiert.
Gedreht wurde an 53 Tagen in Albuquerque, New Mexico.
Ursprünglich sollte der Film „Game“ heißen, im März 2009 wurde dieser in „Citizen Game“ geändert, bevor er im Mai 2009 endgültig zu „Gamer“ entschloss.

Inhalt
Die Zukunft ist da. Für alle Leute, denen es zu langweilig wurde, in „Second Life“ nur Avatare zu steuern, hat der Industrielle Ken Castle Abhilfe geschaffen. Mit Nanites, die direkt ins Hirn implantiert werden, kann man in „Society“ wirkliche Menschen steuern.
Sein neuester Hit ist das Spiel „Slayers“, ein Multiplayer Shooter, in dem die Spieler Strafgefangene steuern. Wer 30 Runden überlebt, bekommt die Freiheit geschenkt. Der Star ist Kable, der kurz vor seiner Begnadigung steht.
Als er fliehen kann, kommt er mit Hilfe der Humanz, einer Widerstandsgruppe, der Reporterin Gina Parker Smith und seinem Player Simon einer Verschwörung auf der Spur, die nicht nur für seine Verurteilung gesorgt hat, sondern auch die komplette Welt bedroht.

Die Pros
+Michael C. Hall und Kyra Sedgwick: Die beiden TV-Darsteller, bekannt aus den Serien „Dexter“ (Hall) und „The Closer“ (Sedgwick) zeigen hier, dass sie auch auf der großen Leinwand bestehen können. Gerade Hall stiehlt allen die Show. Seine kleine Musicaleinlage gegen Ende ist einfach nur furchteinflößend und atemberaubend zugleich.
+Die Action: Die Action ist, mit kleinen Abstrichen, ziemlich gut. Kugeln fliegen, Häuser und Menschen explodieren. Alles sieht gut aus, aber man hat das schon mehrmals gesehen.

Die Kontras
-Die Welt: Das Konzept für die Welt scheint mir nicht ganz ausgereift. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es bei einem solchen Spiel nicht nur ein paar Menschen auf die Barrikaden gehen, sondern auch sämtliche Menschenrechtsgruppen. Ich rede jetzt nur von dem „Society“, in dem die Spieler die Menschen teilweise zu Vergewaltigungen zwingen oder diese ermorden.
-Der Plot: Die Geschichte ist dünn, sehr dünn sogar. Selbst Kate Moss ist im Vergleich dazu krankhaft fettleibig. Dazu kommen noch mehrere Subplots, die vollständig ins Leere laufen oder vollständig nutzlos sind. Ich frage mich, wie dick das Drehbuch war. Sicherlich kürzer als dieser Artikel.
-Der Neveldine/Taylor-Stil: Wer die beiden „Crank“-Filme kennt, weiß, was ich meine: Wilde Schnitte, schneller Vorlauf, extreme Nahaufnahmen. Im ersten „Crank“ war das noch cool, im zweiten überdreht und in der hier gekappten Fassung nur noch nervig. Die Jungs sollten sich etwas anderes überlegen.

Fazit
Wenn ihr auf „Crank“ 1+2 standet, werdet ihr euch den Film eh anschauen. Alle anderen sollten auf „Running Man“, „The Condemned“ oder „Death Race“ zurückgreifen. Die Action ist besser und man hat Hauptdarsteller, die einfach nur hart sind. Und leider hat das Butler bis jetzt nur im Lendenschurz geschafft.

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4 Antworten zu Gamer

  1. morecomp schreibt:

    Der Film ist ja nicht schlecht aber es bleibt beim Versuch etwas neues und besseres zu machen. Irgendwie war Death Race auch nicht wesentlich langweiliger.

    • biglars schreibt:

      Bei „Death Race“ ist wenigstens Jason Statham mit dabei. Der macht jeden Film um einiges cooler und besser. Ohne ihn hätte ich „Transporter 3“ nicht durchgestanden. Nur zu „Die Schwerter des Königs“ konnte er mich nicht bringen.

  2. indiefreak schreibt:

    „Selbst Kate Moss ist im Vergleich dazu krankhaft fettleibig“😀

    Du hast recht, die Story ist äußerst dünn. Ich finde eigentlich die gesellschaftskritischen Ansätze nicht schlecht. Aber die Filmemacher haben das Konzept einfach zu unentschlossen umgesetzt und die guten Ansätze irgendwie mit ihrer „Hau-drauf-brutalo-Action“ zerstört.

    • biglars schreibt:

      Der Film bietet wirklich nichts neues. Man hat alles schon gesehen. Und das bei weitem besser. „Running Man“, „The Condemned“ und auch „Death Race“ waren besser. Und im Vergleich zur Buchvorlage ist „Running Man“ schon ziemlich flach.

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