KICK-ASS

Universal Pictures 2010


Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Matthew Vaughn, Jane Goldman, Mark Millar, John Romita, jr.
Darsteller:
Aaron Johnson – Dave Lizewski / Kick-Ass
Nicolas Cage – Damon MacReady / Big Daddy
Chloe Grace Moretz – Mindy MacReady / Hit-Girl
Mark Strong – Frank D’Amico
Christopher Mintz-Plasse – Chris D’Amico / Red Mist

Kommen wir jetzt also zur zweiten Verfilmung eines Mark Millar Comics. Der Film sorgt ja derzeit für eine Menge Kontroversen (gerade in den USA), hauptsächlich geht es dabei um die Figur „Hit-Girl“. Ich gehe auf das Thema weiter unten ein. Aber jetzt erstmal ran an den Speck.


FunFacts
Diesmal wird diese Kategorie sehr kurz. Der Film ist gerade erst erschienen, hatte keine ewig lange Produktion und es gibt auch sonst keine Anekdoten zu erzählen (zumindest bis jetzt).
Der Film hatte ein Budget von nur 28 Millionen Dollar und wurde unabhängig finanziert. Man hatte das Projekt auch Sony angeboten, aber das Studio verlangte einige Änderungen (vor allem, was die Gewaltdarstellung anging). Das lehnte Vaughn aber ab.
Der Film wurde zeitgleich zum Comic entwickelt, da Mark Millar und Matthew Vaughn befreundet sind.

Inhalt
Dave Lizewski ist ein normaler Teenager, bis er beschließt, als Superheld „Kick-Ass“ für Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Bei seinem ersten Einsatz wird er beinahe getötet. Als er nach monatelanger Reha zurückkommt, gerät er in den Konflikt zwischen dem Superheldenduo Hit-Girl und Big Daddy und dem gefährlichen Gangsterboss Frank D’Amico.

Die Pros:
+Die Action: Vaughn schöpft aus dem Vollen. Die Schlägereien sind brutal, die Schießereien spektakulär und das Finale atemberaubend. Dagegen sieht sogar die berühmte Schießerei aus „Matrix“ alt aus.
+Die Darsteller: Jeder der Schauspieler macht einen tollen Job. Besonders zu erwähnen sind hier Nicolas Cage, Chloe Grace Moretz und Christopher „McLovin“ Mintz-Plasse.
+Der Humor: Es werden am laufenden Band coole Sprüche gerissen (vor allem von Hit-Girl), sarkastische Kommentare abgegeben und absurde Elemente eingefügt. Eine sehr gute Mischung.

Die Kontras:
-Hat nicht wirklich was mit dem Film zu tun, aber leider entgingen mir bei der Preview durch einen technischen Defekt 20 Minuten des Films.

Fazit
„KICK-ASS“ ist einer der besten Filme des Jahres und man sollte ihn sich unbedingt anschauen. Man hat hier auf sehr vielen Ebenen etwas, das einem gefallen kann. Also geht rein.

Kontroverse um Hit-Girl
Es wird sehr viel über „Hit-Girl“ diskutiert, ihre Rolle, ihr Verhalten und die möglichen Auswirkungen auf andere Kinder.
Fangen wir mit dem letzten Punkt an. „KICK-ASS“ ist freigegeben ab 18 Jahren und das vollkommen zu Recht. Blut und abgetrennte Körperteile fliegen durch die Gegend, es wird geflucht, dass es selbst einem Seemann die Scharmesröte ins Gesicht treibt. Der Film ist absolut nichts für Kinder und verantwortungsvolle Eltern und Kinobesitzer sollten ihnen es nicht ermöglichen, diesen Film zu sehen.
Kommen wir zu den restlichen Kritikpunkten. Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass der drastische Unterschied zwischen dem Konzept der kindlichen Unschuld und brutalem oder erwachsenem Verhalten genutzt wird, um den Zuschauer zu schockieren. Beispiele dafür sind „Das Dorf der Verdammten“, Jodie Foster in „Taxi Driver“, „Das zweite Gesicht“ mit Macaulay Culkin, „Kids“, Kirsten Dunst in „Interview mit einem Vampir“ oder Baby Herman in „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“. Also wieso jetzt diese Aufregung? Ich habe keine Ahnung.
Viele sagen, es gehe um die Gewalt. In „Das zweite Gesicht“ und „The Orphan“ morden Kinder ebenfalls. In „Lord of War“, „Blood Diamond“ und „24: Redemption“ sieht man Kindersoldaten, die andere Menschen umbringen. Von den beiden „Hostel“ Filmen fange ich gar nicht erst an.
Kommen wir zur Sprache. Ich habe, sowohl in Filmen als auch in der Realität, Kinder schon härtere Sachen sagen gehört. Ist, speziell der letzte Teil, schön? Nein, nicht wirklich. Aber das ist leider die Wahrheit. Für wen das neu ist, kommt wohl nicht sonderlich oft vor die Tür.
Bevor ich es vergesse: Wer sich über die mangelnde Moral beschwert, sollte sich mal fragen, wie alt er eigentlich ist. Dieser Film ist, wie bereits gesagt, freigegeben ab 18 Jahren. Also kann man wohl annehmen, dass alle Zuschauer erwachsen und volljährig sind. Man sollte jetzt bereits einen ausgeprägten moralischen Kompass haben und niemanden brauchen, der einem sagt, was richtig und was falsch ist. Wenn ihr das braucht, schaut euch bitte weiter Disney-Filme oder „Captain Planet“. Lasst uns Erwachsene bitte „Bad Romance“, „Natural Born Killers“ und „Lord of War“ genießen.

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2 Antworten zu KICK-ASS

  1. christiansfoyer schreibt:

    Auch wenn’s wohl gerechtfertigt wäre und ohne klugschwätzen zu wollen: der Film wurde von der FSK ab 16 eingestuft, in den USA gab’s R-Rating und von der BBFC gab’s ein ab 15

    • biglars schreibt:

      Die Preview war ab 18 Jahren. Wenn das jetzt geändert wurde, ok.
      Das ändert aber noch ommer nichts daran, dass es eine schwachsinnige Diskussion ist, ob Hit-Girl ein schlechtes Vorbild für kleine Kinder ist.

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