Hulk – der Comic und die Serie

Mein Kumpel Brent, ich und der Hulk in den Universal Studios 2008


Biographie
Name: Dr. Robert Bruce Banner
Geburtsort: Dayton, Ohio

Superkräfte
Der Hulk verfügt praktisch über unendlich viel Kraft, denn je wütender er wird, desto stärker wird er. Durch diese Eigenschaft kommen beim grünen Hulk auch die unterschiedlichen Angaben zur Größe und zum Gewicht. Seine physischen Eigenschaften ändern sich auch abhängig von seiner Wut. Außerdem kann er bis in die untere Atmosphäre und über Kontinente hinweg springen und zusätzlich extrem schnell laufen.
Er ist gegen Schaden fast vollständig immun, sollte er trotzdem einmal verletzt werden, heilen seine Wunden innerhalb von Sekunden. Der Hulk besitzt auch die Fähigkeit, sich ein Gewebe wachsen zu lassen, mit dem er unter Wasser atmen oder im Weltraum überleben kann.
Weniger bekannt ist, dass der Hulk eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Gedankenkontrolle besitzt, stärker durch Strahlung und dunkele Magie wird und astrale Wesen sowohl sehen als auch mit ihnen interagieren kann.

Fähigkeiten
Dr. Banner ist das wohl intelligenteste Wesen auf der Welt. Er hat einen Doktortitel in Nuklearphysik und ist ein Experte auf den Gebieten der Biologie, Chemie und Physiologie.

Entstehungsgeschichte
Dr. Banner überwacht den Test einer experimentellen Gamma-Bombe, als sich der Teenager Rick Jones auf das Gelände schleicht. Banner riskiert sein Leben, um den jungen Mann zu retten, wird jedoch dabei schwer verstrahlt. Bei Sonnenuntergang verwandelt er sich in ein graues Monster, um bei Tagesanbruch wieder in die menschliche Form zu wechseln.
Von Anfang an wird Banner von General Thaddeus „Thunderbolt“ Ross, dem Vater seiner späteren Frau Betty, gejagt.

Da in den Geschichten um den Hulk viele relativ unbekannte Figuren des Marvel-Universums vorkommen und die Handlung sehr stark von den jeweiligen Autoren abhing, werde ich, statt wie bei Iron Man und dem Punisher, die Handlung und Publikationshistorie in einem Abwasch erledigen. Ich hoffe, Ihr nehmt mir das nicht allzu übel.

Geschichte
Der Hulk hatte seinen ersten Auftritt in „The Incredible Hulk“ (Mai 1962). Erfunden wurde die Figur von Stan Lee (Von wem auch sonst?), gezeichnet von Jack Kirby und von Paul Reinman koloriert. Lee kombinierte hier die Geschichten von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ mit „Frankenstein“. Von der ersten nahm er die Verwandlung des Wissenschaftlers in ein Monster. Als großer Fan der „Frankenstein“-Verfilmung mit Boris Karloff sah Lee das Monster in dem Film immer als unschuldig und gut an, das von den Dorfbewohnern nur gejagt wurde, weil sie es nicht verstanden. Er wollte dieses Monster zum Helden seiner Geschichte machen.

Die erste Serie
Der Hulk war am Anfang grau, um ihn keiner Bevölkerungsgruppe zuzuordnen. Jedoch hatte der Kolorist Stan Goldberg mit der Farbe Probleme. Er versuchte es mit verschiedenen Grautönen und auch der Farbe Grün. Nachdem Lee die erste Ausgabe gesehen hatte, änderte er die Farbe offiziell zu Grün. Für die folgenden 20 Jahre wurde der Hulk nun in allen Neuauflagen des Comics und allen Neustarts als grün gezeichnet, bis in „The Incredible Hulk“ Vol.2 Nr. 302 (Dezember 1984) in Rückblenden, die zum Entstehungszeitpunkt spielen, ein grauer Hulk zu sehen ist.
Die Serie endete bereits nach sechs Ausgaben (März 1963). Stan Lee war der Autor aller Geschichten, Kirby der Zeichner der ersten fünf Hefte und Steve Ditko zeichnete und kolorierte das letzte. Dies war aber nicht das Ende der Figur, da der Hulk anschließend einen Gastauftritt in „Fantastic Four“ Nr. 12 (März 1963) hatte, Gründungsmitglied der „Avengers“ (Nr. 1 & 2, September & November 1963) war, zu deren Gegner wurde (Nr. 3 & 5, Januar & Mai 1964), um dann wieder bei den „Fantastic Four“ (Nr. 25 & 26, April & Mai 1964) und „The Amazing Spider-Man“ (Nr. 14, Juni 1964) aufzutauchen.

Tales to Astonish
Der Hulk wurde in Ausgabe Nr. 60 (Oktober 1964) zu einer der Hauptfiguren in diesem Heft, nachdem er in der vorigen Ausgabe als Gegner von Antman (der anderen Hauptfigur) in Erscheinung getreten war. Ab Nr. 102 (April 1968) wurde die Serie in „The Incredible Hulk“ umbenannt und lief bis März 1999 unter diesem Titel, bevor es einen Neustart gab.
Ursprünglich waren Stan Lee als Autor, Steve Ditko als Zeichner und als Tuscher (nein, ich mache keine Banky Edwards Witze an dieser Stelle) George Roussos an der Serie beteiligt. Weitere Künstler waren Jack Kirby von Nr. 68 bis Nr. 84 (Juni 1965 – Oktober 1966), Gil Kane (unter dem Namen „Scott Edwards“) in Nr. 76 (Februar 1966) und als Tuscher für Kirby Bill Everett von Nr. 78 bis Nr. 84 (April – Oktober 1966). Außerdem waren noch John Buscema und Marie Severin beteiligt.
In diesen frühen Jahren wurde das Konzept etabliert, dass die Verwandlung in den Hulk durch emotionalen Stress hervorgerufen wird. Der Öffentlichkeit (innerhalb des Comics) enthüllte man die Identität des Hulk in Ausgabe Nr. 77 (März 1966). Außerdem wurden die Superschurken The Leader, der zum Erzfeind des Hulk werden sollte, und Abomination, ein weiteres durch Gamma-Strahlen entstandenes Monster, eingeführt.

Die 1970er
Über dieses Jahrzehnt gibt es nicht wirklich viel zu erzählen. Innerhalb der Belegschaft gab es eine Menge Veränderungen. So waren Archie Goodwin, Chris Claremont, Tony Isabella, Len Wein, Herb Trimpe und ab 1975 Sal Buscema als Autoren für den Hulk tätig.
Trotzdem hatten zwei sehr bekannte Figuren des Marvel-Universums in dieser Periode ihre ersten Auftritte in diesem Comic. Da wäre zum einen Banners Cousine Jennifer Walters, die nach einer Bluttransfusion zu She-Hulk wurde. Sie hat fast dieselben Kräfte wie der Hulk, behielt aber bei der Verwandlung ihre Persönlichkeit und Erinnerungen. Die andere Figur war Wolverine (yeah!) in Nr. 181 (November 1974).

Die 1980er und 1990er
Ab Heft Nr. 245 (März 1980) übernahm Bill Mantlo als Autor das Zepter über die Serie. In der Geschichte „Crossroads of Eternity“, die in den Ausgaben von Nr. 300 (Oktober 1984) bis Nr. 313 (November 1985) erzählt wurde, stellte er die Idee vor, dass Banner als Kind von seinem Vater misshandelt worden war. Der spätere Autor Greg Pak nannte diese Geschichte den größten Einfluss auf die Herangehensweise an den Charakter.
Nach fünf Jahren wechselte Mantlo mit seinem Zeichner Mike Mignola zur „Alpha Flight“-Serie. Auf ihn folgten John Byrne und Al Milgrom. Von Ausgabe Nr. 331 (Mai 1987) an übernahm Peter David für 12 Jahre das Amt des Autors. In dieser Zeit arbeitete er mit unzähligen Zeichnern zusammen, unter anderem Dale Keown, Todd McFarlane, Sam Kieth, Gary Frank, Liam Sharp, Terry Dodson, Mike Deodato, George Perez und Adam Kubert.
Auf Mantlos Arbeit aufbauend änderte David die Hintergrundgeschichte von Bruce Banner. Durch die Misshandlungen in seiner Kindheit hatte der Wissenschaftler eine multiple Persönlichkeitsstörung erlitten und hatte somit bereits vor der Verwandlung in den Hulk starke psychische Probleme. Eine der Persönlichkeiten manifestierte sich in dem grauen Hulk, der unter dem Namen „Joe Fixit“ als Schläger in Las Vegas arbeitete. Sein Charakter spiegelte den von Banners Vater wider.
In der Ausgabe Nr. 337 (Januar 1991) gelang es Banner durch Hypnose, seine Persönlichkeiten zu vereinen. Dies führte zur Schaffung eines neuen Hulks (Professor Hulk), der die Kraft des grünen mit der List des grauen Hulks und Banners Intelligenz kombinierte.
Die Miniserie „Future Imperfect“ von 1993 zeigte die Auswirkung dieser Verschmelzung. In dieser Zukunft, in der fast alle Superhelden tot sind, hat der Hulk unter dem Namen Maestro die Weltherrschaft übernommen. Unter der Führung von Rick Jones kämpfen Rebellen gegen ihn. Obwohl der Maestro am Ende der Miniserie tot scheint, tritt er in Nr. 460 (Januar 1998) wieder auf.
1998 ließ David auf Anraten von Editor Bobbie Chase Betty Ross, zu diesem Zeitpunkt die Ehefrau von Banner, sterben. Marvel wollte dies zu einer Rückkehr zum „alten Hulk“ nutzen, doch David war dagegen. Deshalb verließ er nach Ausgabe Nr. 467 (August 1998) Marvel.

An dieser Stelle beende ich den Rückblick auf die Geschichte des Hulk, denn die in den 2000er Jahren folgenden Geschichten, wie „Planet Hulk“ oder „World War Hulk“, hatten keinen Einfluss auf die Filme, die ich später besprechen werde.
Aber ich kann natürlich nicht über den Hulk reden, ohne auf die Serie einzugehen, die die Figur für viele Menschen (so wie mich zum Beispiel) mehr und besser definierte, als es die Comics je gekonnt hätten. Deswegen jetzt als kleine Zugabe:

Der unglaubliche Hulk – die TV-Serie

Erstausstrahlung:
10.03.1978 bis 12.05.1982 (USA)
05.10.1987 bis Juli 1988 auf RTL plus (De)

Anzahl der Staffeln: 5
Anzahl der Episoden: 82

Entwicklung
Anfang 1977 bot der Chef von Universal Television, Frank Price, dem Produzenten und Schreiber Kenneth Johnson an, eine Serie auf Basis der Marvel-Charakteren zu machen. Johnson lehnte zunächst ab, doch nachdem er „Les Misérables“ gelesen hatte, entschied er sich anders.
Für die Serie wurde eine Reihe von Änderungen vorgenommen. Der Vorname der Hauptfigur wurde in „David“ geändert. Johnson gab an, dass er dies machte, um die Serie nicht von Beginn an als Comic-Serie abzustempeln. Er wollte damit auch ein Markenzeichen von Marvel, gerade bei Stan Lee Figuren, die Alliteration im Namen, beenden.
Er strich die Nebenfiguren des Comics komplett aus der Serie, um sie durch realistischere Figuren, die mit jeder Folge wechselten, zu ersetzen.
Die Entstehungsgeschichte wurde so geändert, dass nicht eine Gamma-Bombe, sondern ein Unfall in einem medizinischen Labor für die Verwandlung verantwortlich war. Außerdem war Banner kein Nuklearphysiker, sondern ein Forscher/Arzt.
Der Hulk konnte, im Gegensatz zu den Comics, nicht sprechen, war nicht unendlich stark, konnte verletzt werden und sogar sterben.
Die einzige Änderung, die Johnson nicht durchsetzen konnte, war, dass der Hulk rot sein sollte. Stan Lee legte dagegen sein Veto ein.
Die Serie sollte weniger Science Fiction und mehr ein Drama sein.

Besetzung
Als erstes besetzte man Bill Bixby als „Dr. David Banner“. Darauf folgte Jack Colvin als „Jack McGee“, ein Sensationsreporter, der als Gegenspieler von Banner dienen sollte.
Die Besetzung des Hulk machte schon größere Probleme. Arnold Schwarzenegger (verdammte Kacke, wie geil wäre das denn gewesen?) sprach für die Rolle vor, wurde aber wegen seiner Größe nicht genommen. Der Part ging an Richard Kiel („der Beißer“), aber er verlor sie wieder, als bei den Aufnahmen Johnsons Sohn David darauf hinwies, dass er nicht muskulös genug war. Kiel nahm das gelassen, da er mit den Kontaktlinsen (er ist auf einem Auge blind) Probleme hatte und auch die grüne Farbe nur schwer abwaschen konnte. Lou Ferrigno wurde schlussendlich als Hulk zu einer Ikone.
Ein kurzer Trivia-Einschub: Wusstet ihr, dass Hulk Hogan seinen Kampfnamen der Serie verdankt? Terry Bolea, wie Hogan mit richtigem Namen heißt, und Lou Ferrigno waren beide in einer Talkshow zu Gast. Bei einem Muskelvergleich meinte der Moderator, dass Bolea mächtiger als der Hulk sei. Und so wurde ein Superstar geboren.

Plot
Dr. Banner wird nach dem Unfall, der ihn in den Hulk verwandelte, von dem Sensationsreporter McGee gejagt. Dieser macht den Hulk für den Tod einer Wissenschaftlerin verantwortlich. Auf seiner Flucht trifft Dr. Banner auf Menschen, denen er mit ihren Problemen und persönlichen Schwierigkeiten hilft. Die Situation der Menschen spiegelt dabei immer den Konflikt von Banner in der Episode wider.
Wenn ich es kurz zusammenfassen sollte, trifft hier „Auf der Flucht“ auf „das A-Team“. Nur das es hier ein großes grünes Monster gibt statt einem großen schwarzen mit Iro.😉

TV-Filme
Nachdem die Serie abgesetzt worden war gab es noch drei weitere Fernsehfilme, die weitere Abenteuer des Hulk zeigten.
„Die Rückkehr des unheimlichen Hulk“ (1988)
Dr. Banner trifft einen ehemaligen Studenten wieder, der einen magischen Hammer besitzt, um Thor herbeizurufen. Der Student wurde von Steve Levitt gespielt und der Gott des Donners von Eric Allen Kramer.
„Der unheimliche Hulk vor Gericht“ (1989)
Als Banner als Zeuge vor Gericht aussagen muss trifft er dort mit dem blinden Anwalt Matt Murdock (Daredevil) zusammen. Gemeinsam treten sie gegen den Gangsterboss Wilson Fisk (Kingpin) an. „Der Mann ohne Furcht“ wurde von Rex Smith dargestellt und der berühmte Verbrecher von John Rhys-Davies (ja genau, Gimli aus „Herr der Ringe“).
Diese beiden Filme sollten als Pilotfilme für mögliche Spin-Offs testen, aus denen nichts wurde.
„Der Tod des unheimlichen Hulk“ (1990)
Dr. Banner verliebt sich in die russische Spionin Jasmin (Elizabeth Gracen) und rettet zwei entführte Wissenschaftler. Am Ende stürzt der Hulk aus einem Flugzeug und verwandelt sich kurz vor seinem Tod in Banner zurück, der noch eine kurze Rede hält.

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3 Antworten zu Hulk – der Comic und die Serie

  1. wo kann ich schreibt:

    „181 (November 1974). Die 1980er und 1990er Ab“ – exzellent!😉

  2. morecomp schreibt:

    Ich hab die Serie in den 80ern/90ern eigentlich seltenst gesehen aber fand es durchaus lustig das Lou Ferrigno als original Hulk in jedem Kino Film einen Cameo gemacht hat. Man denkt gerade über einen dritten Teil nach und dort ist er bestimmt wieder mit an Bord.

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