Firefly

Sorry, konnte nur das Cover der CD finden

Daten
Anzahl der Staffeln: 1
Anzahl der Folgen: 14
Ursprünglich gezeigt: 20.09.2002 – 20.12.2002 auf FOX (USA)
In Deutschland: ab 12.09.2009 im Nachtprogramm auf SuperRTL
Die Angaben zu den Schauspielern sind natürlich nicht vollständig. Ich habe hier nur Filme und Serien ausgesucht, die man auch in Deutschland kennt. Für komplette Angaben schaut am besten auf imdb.com nach.

Bilder von imdb.com

Konzeption
Joss Whedon wurde zu der Serie durch das Buch „The Killing Angels“ inspiriert, einem Roman, der von der Schlacht bei Gettysburg während des amerikanischen Bürgerkriegs handelt. Er wollte die Geschichte der Menschen auf der Seite der Verlierer zeigen, wie sich ihr Leben veränderte und wie sie weiterlebten. Die Serie sollte von den Charakteren getragen werden, von ihren Problemen bestimmt sein. Whedon wählte das Science Fiction Genre, weil er das Gefühl hatte, dass SciFi im TV in den letzten Jahren zu unverdorben und verwässert geworden war. Er wollte es ernster und dreckiger drehen.

Plot
Die Serie spielt im Jahr 2517. Die Menschen haben die Erde verlassen und ein neues Sonnensystem besiedelt. Viele der Planeten wurden erst durch Terraforming bewohnbar gemacht. Im Laufe der Jahre kam es zu Streitereien zwischen den reichen inneren Planeten, die von der Allianz regiert wurden, und den ärmeren äußeren Planeten. Dies führte zu einem Bürgerkrieg zwischen den Parteien. Die Entscheidung in diesem Konflikt fiel in der Schlacht im Serenity-Tal, als die Armee der Separatisten („Browncoats“ genannt) vernichtend geschlagen wurde.
Die Serie setzt sechs Jahre nach Ende des Krieges ein. Man folgt den Abenteuern der Crew der „Serenity“, einem Frachter der „Firefly“-Klasse (daher der Name der Serie). Die Menschen an Bord des Schiffes kämpfen am Rande des Gesetzes ums Überleben.

Hauptfiguren
Mal Reynolds
Mal diente als Freiwilliger bei den „Browncoats“ und hatte den Rank eines Sergeants inne. Er war aktiv an der Schlacht im Serenity-Tal beteiligt und leistete bis zum Schluss erbitterten Widerstand.
Nach Ende des Krieges ist Mal desillusioniert. Er kauft den Frachter, um auch weiterhin unabhängig von der Allianz leben zu können. Heimlich ist er in Inara verliebt, will das jedoch nicht zugeben. Zwischen den beiden kommt es häufig zum Streit.

Zoe Washburn
Zoe ist mit Wash verheiratet.
Sie kennt Mal noch aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Militär, wo sie als Berufssoldatin unter ihm diente. Sie ist eine knallharte Kämpferin.
Nach Ende des Krieges bleibt sie an Mals Seite und ist jetzt seine rechte Hand und erster Offizier. Sie würde ihm überall hin folgen, ist aber auch immer wieder die Stimme der Vernunft, die ihren Kapitän wieder in die Spur bringt.

Wash
Wash ist der geniale Pilot der „Serenity“.
Er wurde eingestellt, nachdem er Mal von einem Freund empfohlen worden war. Seine verspielte Art (er hat Dinosaurierfiguren, mit denen er redet, und er trägt Hawaiihemden) kam am Anfang gerade bei Zoe nicht gut an, die sogar davon abriet, ihn anzuheuern.

Inara
Inara ist eine Companion, eine moderne Form der Courtisane.
Sie wurde von Kindheit an auf ihre Rolle vorbereitet. Durch dieses Training ist sie sehr gebildet und kultiviert. Sie mietete den Shuttle der „Serenity“ an, um Kunden zu besuchen und etwas vom All zu sehen. Mal stimmte dem zu, da das Ansehen der „Serenity“ durch sie gehoben wird und die Geschäfte erleichtert.
Sie ist eng mit Kaylee befreundet und hat ein romantisches Interesse an Mal, was sie jedoch nicht zugibt.

Jayne
Jayne ist der Mann fürs Grobe.
Er ist ein Berufsverbrecher mit leicht psychopathischen Tendenzen. Er stieß zur Crew, als er mit zwei Komplizen Mal und Zoe überfiel. Jayne wechselt jedoch schnell die Seiten, als ihm die beiden ein besseres Gehalt boten.
Er ist eine Ein-Mann-Armee, verfügt über ein großes Waffenarsenal, das er über seinem Bett lagert, ist ein exzellenter Scharfschütze und Nahkämpfer. Er ist skrupellos und würde alles für seinen eigenen Vorteil machen, gleichzeitig schickt er einen Teil seines Einkommens an seine Mutter.

Kaylee
Kaylee ist die Maschinistin der „Serenity“.
Als das Schiff mit einem Schaden auf ihrem Heimatplaneten festsaß begann sie eine Affäre mit dem damaligen Maschinisten. Sie reparierte den Defekt mit einem Handgriff, während Mal seinen Mechaniker zur Sau machte, und hatte danach seinen Job.
Kaylee ist, obwohl sie nie eine Ausbildung dazu genossen hat, eine geniale Maschinistin mit einem riesigen Fachwissen bezüglich jeder Art von Fahrzeug und Antrieb. Charakterlich kann man sie sehr treffend mit den Worten „süß“ und „niedlich“ umschreiben. Sie ist hemmungslos optimistisch, immer gut gelaunt und freundlich. Heimlich hat sie sich in Simon verguckt.

Simon
Simon kommt aus einer sehr wohlhabenden Familie und ist ein begabter Arzt.
Als er seltsame Nachrichten von seiner Schwester River erhält, lässt er alles zurück, um das zu untersuchen. Er opfert sein gesamtes Vermögen, um sie aus einer Forschungseinrichtung zu befreien. Seitdem befinden sich die beiden auf der Flucht.
Mal nimmt sie auf, weil er die Allianz nicht wirklich mag, unter der Bedingung, dass Simon sie ärztlich versorgt.

River
River ist hochintelligent und medial begabt.
Wegen dieser Begabung experimentierte die Allianz an ihr herum, um aus ihr eine Waffe zu machen. Seit diesen Experimenten ist sie psychotisch und hat eine andere (manchmal gestörte) Wahrnehmung der Realität. Wenn die Programmierung zu Tage tritt, wird aus ihr eine gefährliche und tödliche Kämpferin.

Shepherd Book
Über den Priester ist nicht viel bekannt. Er kommt als Passagier an Bord der „Serenity“ und bleibt, weil er meint, hier gebraucht zu werden.
Er besitzt detaillierte Kenntnisse über die Vorgänge innerhalb der Allianz (Flotte, Polizei und Geheimdienst), woraus man schließen kann, dass er früher für sie gearbeitet hat.
Er dient als Mals Gewissen, auch wenn er selbst manchmal moralisch flexibel ist.

Preise
-1 Emmy 2003
-1 Visual Effects Society 2003
-2 Saturn Awards 2003/2004
-5 SyFy Awards 2006

Gründe für das Scheitern im TV
Um es kurz zu machen: Die Leute beim Sender FOX sind inkompetente Vollidioten. Diese Nieten haben Serien wie „Futurama“ (ok, mittlerweile wieder da), „Standoff“, „Dark Angel“ und „Terminator SCC“ abgesetzt (von meiner geliebten Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ fange ich gar nicht erst an). Aber Dreck wie „Family Guy“ läuft weiter (überlebt sogar eine Absetzung).
Doch statt wie bei den oben genannten Beispielen sich damit zu begnügen, einfach den Stecker zu ziehen, mussten diese Vollspasten „Firefly“ aktiv sabotieren. Wie sie das gemacht haben? Ich sag es euch.
1.Die Folgen nicht in der vorgesehenen Reihenfolge ausstrahlen
Ja, ihr habt richtig gelesen. Die Folgen der Serie wurden nicht in der richtigen Reihenfolge gesendet. Das ist natürlich unheimlich intelligent, wenn der Inhalt der Episoden aufeinander aufbaut. Wenn man den Piloten, in dem die Figuren und die Welt vorgestellt wird, als „zu langweilig“ ansieht und erst gegen Ende zeigt, zeugt das von einem schweren Hirnschaden. Aber schaut selbst.

Folgen der Serie

2. Falsche P.R.
Anscheinend musste man die Serie auch noch mit der Werbung ein Grab schaufeln. Dort stellte man „Firefly“ als „Action-Comedy“ da, was, nun ja, ungefähr so falsch ist wie die Behauptung, dass Angela Merkel den Titel der „Miss Germany“ gewinnen wird.
Die Serie ist ein Drama, das von den Figuren und den Darstellern lebt. Tja, das war den Jungs von FOX wohl zu hoch.

3. Unregelmäßiger Sendeplatz
Und wieder richtig gelesen. „Firefly“ musste seinen Platz immer wieder für andere Programme (hauptsächlich Sport) räumen. Dadurch bindet man natürlich Zuschauer, wenn sie ihr Programm nicht am erwarteten Platz findet. Das machen die einmal mit. Danach suchen sie sich was anderes.

Warum sich ein Blick lohnt
Noch nicht neugierig geworden? Ok, dann gebe ich euch noch ein paar Gründe, wieso sich ein Blick lohnt.
„Firefly“ ist das Beste, was in den letzten Jahren im Bereich SciFi erschienen ist. Die Geschichten sind spannend erzählt und sehr gut umgesetzt. Die Figuren sind neu, unverbraucht und nicht der gewohnte Standard. Leute, die normalerweise einen Bogen um SciFi machen, werden überrascht sein.
Die Kamera liefert einen sehr ungewohnten optischen Anreiz. Es wurde sehr viel mit Handkameras gedreht (keine Bange, nicht diese Shaky-Cam Anfälle wie z.B. in „Domino“). Durch ungewöhnliche Einstellungen und absichtliche „Fehler“ (sichtbare Zoom-Ins, unfokusierte oder verwackelte Aufnahmen), die auch bei den Special Effects verwendet wurden, entsteht eine bisher nicht gekannte Dynamik. Diese Techniken wurden auch z.B. bei „Star Trek“ eingesetzt.
Wenn ihr euch die DVD-Box nicht direkt kaufen wollt, schaut in der TV-Abteilung euerer Videothek nach. Glaubt mir, es lohnt sich.
Falls ihr danach mehr wollt, gibt es noch den Film „Serenity“, über den ich als nächstes schreibe.

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