Top 5 Countdown der Buchcharaktere, die ich im Kino sehen will

Ein weiterer Countdown, diesmal aber nur eine Top Five. Wieso ich mir nur die halbe Arbeit mache? Ich bin eine faule Sau.😉
„Harry Potter“ hat nur noch ein Abenteuer vor sich (aber in zwei Teilen), „Sakrileg“ und „Illuminati“ waren nicht wirkliche Offenbarungen und ich will das Verbrechen gegen die Menschheit, das aus coolen Blutsaugern Emo-Discokugeln gemacht hat, nicht erwähnen. Die Verfilmung von Büchern scheint am Ende zu sein. Dabei gibt es so viele gute Buch-Reihen, aus denen man tolle und kommerziell erfolgreiche Filme machen könnte. Hier deshalb jetzt die „Top Five der Buchcharaktere, die ich im Kino sehen will“.

5. „Dr. Temperance Brennan“ von Kathy Reichs (in 11 Büchern erschienen)
Moment mal, ist das nicht die Hauptfigur der Serie „Bones“? Habe ich sie nicht bereits in meiner Top Ten stehen? Klar, aber wer den Artikel gelesen hat, weiß, dass die Figur aus den Romanen nichts mit der Serie zu tun hat.
Die Romanfigur ist eine Frau Mitte/Ende 30, geschieden und eine trockene Alkoholikerin. Sie arbeitet an der Universität in North Carolina und pendelt zwischen den Südstaaten und Montreal in Kanada hin und her, wo sie als Gutachterin für die Polizei tätig ist. Sie ist eine normale Frau, hat eine Katze, eine flippige Tochter, eine leicht abgedrehte Schwester und eine On/Off-Beziehung zu einem kanadischen Polizisten.
Für eine TV-Serie reicht das zwar nicht, aber im Kino sind lebensnahe Charaktere das Salz in der Suppe. Die Fälle in den Büchern sind alle spannend und sicher gut zu verfilmen. Mit der richtigen Darstellerin (ich habe beim Lesen immer Linda Fiorentino oder Marisa Tomei im Hinterkopf) könnte sich eine sehr erfolgreiche Franchise auf die Beine stellen.

4. „Lincoln Rhyme & Amelia Sachs“ von Jeffrey Deaver (8 Bücher + 1 Cameo)
Diese beiden hatten in „der Knochensammler“ (1999) bereits ihren ersten Kinoauftritt, der leider zu einem Flop wurde. Aber wieso eigentlich? Als Hauptdarsteller hatte man Denzel Washington und Angelina Jolie an Bord. Die Geschichte um den gelähmten Forensiker Rhyme, der die Streifenpolizistin Sachs zu seiner Assistentin ausbildet, ist doch auch super. Aber erst heute. Denn der Hype um die Kriminaltechnik wurde erst ein Jahr später mit „CSI“ losgetreten.
Heute hätte man mit dem Stoff die Lizenz zum Gelddrucken. Die Geschichten tragen sich von alleine und mit den richtigen Schauspielern (wenn die beiden aus dem ersten Film nicht mehr wollen, dann halt ein Reboot) ist der Erfolg vorprogrammiert.

3. „Special Agent Aloysius Pendergast“ von Douglas Preston & Lincoln Child (9 Bücher)
Und wieder jemand, der kein geglücktes Debüt im Kino hatte. Warum? Weil man Pendergast 1997 einfach aus „Das Relikt“ rausgeschrieben hatte.
Ich kann das bis heute nicht verstehen. Die Figur ist eine Kreuzung aus Sherlock Holmes und James Bond. Er ist vermögend, hochintelligent mit einer sehr umfassenden Ausbildung und ein Experte im bewaffneten und unbewaffneten Kampf. Das liegt doch wirklich im Trend. Sein Erscheinungsbild (er ist ein „Albino“) kann kein Hinderungsgrund sein.
Seine Fälle sind Mystery-Thriller der härteren Sorte (Mulder & Scully würden vor Angst schreien). Ich denke, J.J. Abrams könnte als Produzent mit dem Stoff einen ähnlichen Erfolg im Kino erreichen, wie er ihn im TV mit „Lost“ und „Fringe“ bereits hat.

2. „Drizzt Do’Urden“ von R.A. Salvatore (24 Bücher, die ersten 14 auch in 8 Comics)
Wieso? Wieso ist nach dem riesigen Erfolg von „Herr der Ringe“ niemand auf die Idee gekommen, diese so lang laufende Serie ins Kino zu bringen? Warum mussten wir stattdessen „Eragon“ ertragen?
Drizzt ist der Held der „Vergessenen Reiche“, ein abtrünniger Dunkelelf, der sich dem Guten verschrieben hat. Mit seinen Freunden König Bruenor Heldenhammer (ein Zwerg), dessen Adoptivkindern Cattie-Brie (mittlerweile eine Magierin) und Wulfgar (ein Barbarenkrieger) und dem Halbling Regis hat er bereit gegen Drachen, Riesen, Magier, Lichs, Orks und eine ganze Stadt Dunkelelfen gekämpft. Stellt euch nur mal die epischen Schlachten auf der Leinwand vor.
Neben den Büchern hätte man noch die Lizenz von „Dungeons &Dragons“ im Rücken (Gott weiß, dass die Marke eine vernünftige Verfilmung braucht). Zusätzlich könnte man, wie es die „X-Men“ bereits vorgemacht haben, mit dem Söldnerduo Jarlaxle und Artemis Entreri eine weitere Serie auskoppeln.

1. Mick Foley (2 Bücher)
Wer ist das denn? Wieso gibt der Kerl hier keinen Autor an oder den Namen der Figur? Und dann sind das auch nur mickrige zwei Bücher. Die anderen Einträge auf der Liste hatten deutlich mehr Veröffentlichung.
„The Wrestler“ hat im letzten Jahr gezeigt, dass Filme über schwitzende Männer in engen Leggins gut ankommen. Wieso nicht auf diesen Trend aufbauen? Und zwar mit der Verfilmung eines realen Stoffs.
Mick Foley, die „Hardcore Legend“, hat seine Memoiren in zwei Büchern veröffentlicht und es damit zweimal auf die Nummer 1 der Bestsellerliste der „New York Times“ geschafft. Er erzählt darin auf seine humorige Art über seine Jugend, seine brutalen Matches (gebt mal die Begriffe „Mankind“, „Undertaker“ und „Hell in a Cell“ bei YouTube ein) und das Leben als Familienvater.
Das ist der Stoff, aus dem man ehrliche Dramen machen kann. Und das echte Leben schlägt jede Art von Fiktion an Dramatik.

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