Iron Man

Jahr: USA 2008
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Mark Fergus, Hawk Ostby, Art Marcum, Matt Holloway
Darsteller:
Robert Downey Jr. (Tony Stark)
Terrence Howard (James Rhodes)
Jeff Bridges (Obadiah Stane)
Gwyneth Paltrow (Pepper Potts)
Leslie Bibb (Christine Everhart)
Jon Favreau (Happy Hogan)

Ehrenhafte Erwähnung
Samuel L. Jackson (Nick Fury)
Paul Bettany (Jarvis, nur Stimme)
Stan Lee (Hugh Heffner)

FunFacts
Das Budget lag bei 140 Millionen Dollar. Das ist eigentlich ein recht vernünftiger Preis, wenn man bedenkt, dass die Entwicklung unglaubliche 16 Jahre dauerte. Die ganze Odyssee jetzt in tabellarischer Form.
-1990: Universal Studios kaufen die Rechte von Marvel. Sie wollen einen Low-Budget Film mit Stuart Gordon als Regisseur drehen.
-1996, Februar: 20th Century Fox kaufen die Rechte von Universal.
-1997, Januar: Nicholas Cage, der alte Comic-Freak, zeigt Interesse an der Hauptrolle.
-1998, September: Tom Cruise möchte den Film produzieren und die Hauptrolle übernehmen. Stan Lee und Jeff Vintar schreiben ein Skript, das von Jeffrey Cane („James Bond: GoldenEye“) umgeschrieben wird.
-1999, Oktober: Quentin Tarantino wird angesprochen, ob er das Drehbuch schreiben und Regie führen wolle.
-1999, Dezember: Weil dieser Deal nicht zustande kommt werden die Rechte an New Line Cinema verkauft.
-2000, Juli: Ted Elliott, Terry Rossio und Tim McCanlies schreiben ein neues Skript.
-2001, Juni: Joss Whedon (der Erfinder von „Buffy“, „Angel“ und „Firefly“) wird angesprochen, die Regie zu übernehmen.
-2002, Dezember: McCanlies reicht ein fertiges Skript ein.
-2004, Dezember: Nick Cassavetes („John Q“) soll Regie führen. Das schlägt fehl und die Filmrechte wandern zurück zu Marvel.
-2005, November: Marvel startet mit der Entwicklung erneut.
-2006, April: Jon Favreau wird Regisseur, die beiden Teams Arthur Marcum & Matt Halloway und Matt Fergus & Hawk Ostby schreiben getrennt an Drehbüchern, die dann von John August zu einem gemacht werden.
Eine, wie ich finde, schöne Notiz: Der Film wurde teilweise in den Studios in Playa Vista, Los Angeles gedreht. Diese befinden sich auf dem ehemaligen Gelände der Hughes Company. Deren Gründer war Howard Hughes, der ja als Vorbild für die Figur des Tony Stark diente.

Inhalt
Tony Stark ist ganz oben. Der reiche Playboy, Boss des größten Rüstungsunternehmens und genialer Erfinder lebt ein sorgenfreies Leben. Das ändert sich, als er nach der Präsentation eines neuen Waffensystems für die Armee in Afghanistan bei einem Angriff schwer verletzt und entführt wird.
Sein Leben wird durch den Mitgefangenen Yinsen gerettet, der ihm einen Magneten in die Brust implantiert, um die Schrapnelle von seinem Herzen fernzuhalten. Eigentlich sollen sie weitere Waffen herstellen, doch sie planen ihre Flucht. Sie konstruieren zu diesem Zweck eine schwere Metallrüstung. Bei ihrem Ausbruch stirbt Yinsen. Tony nimmt für ihn Rache und ist entsetzt, als er bemerkt, dass die Terroristen seine Waffen verwenden.
Wieder in den USA verkündet Stark den Ausstieg seiner Firma aus der Waffenentwicklung. Außerdem entwickelt er eine deutlich fortgeschrittene Version seiner Fluchtrüstung. Als diese fertig ist, zieht er damit in den Kampf gegen seine eigenen Waffen.
Für seine Firma sieht es nicht so gut aus. Der Aktienkurs bricht ein und Obadiah Stane, Tonys Ziehvater, übernimmt die Kontrolle über Stark Industries. Er war es auch, der hinter dem Anschlag in Afghanistan steckte und den Terroristen die Waffen lieferte. Auf den Plänen der Fluchtrüstung basierend lässt er seinen eigenen Kampfanzug bauen, den „Iron Monger“.
Stark und Stane liefern sich seinen Kampf auf Leben und Tod, aus dem nur einer siegreich hervortritt.

Die Pro’s
-Man kann die Leistung von Robert Downey Jr. Nicht genug loben. Er stiehlt hier wirklich jedem die Show und liefert eine der besten darstellerischen Leistungen in einer Comicverfilmung jenseits von Christian Bale ab.
-Die Effekte sind atemberaubend. Von der Iron Man Rüstung über die Kampfszenen wird dem Auge einiges geboten (abgesehen von Gwyneth Paltrow).
-Die Nähe zum Comic. Hier wurde sich wirklich Mühe gegeben, so nah wie möglich am Ursprungsmaterial zu bleiben. Man hat große Teile der Historie übernommen und sie lediglich in die heutige Zeit versetzt.
-Stan Lee spielt mit und das macht wirklich jeden film deutlich besser.

Die Kontra’s
-Ich habe keinen wirklich Anlass zur Beschwerde.
-Ok, das Product Placement (AUDI, Burger King, usw.) ist doch etwas viel.

Fazit
Jon Favreau hat eine der besten Comicverfilmungen der letzten Jahre gedreht. Wirklich alles passt, es gibt keine Längen, keine der üblichen Schwächen. Robert Downey Jr. muss ich erneut hervorheben, weil er den selbstverliebten Tony Stark so überzeugend spielt. Außerdem wird hier nicht der von Gewissensbissen und fast schon depressive Comicheld gezeigt, der anscheinend jetzt stark in Mode ist.
Deswegen lautet meine Empfehlung:

KAUFEN! SOFORT!

Ausblick auf die Fortsetzung
Im Internet kann man auf diversen Portalen den ersten Trailer zu dem in diesem Jahr erscheinenden „Iron Man2“ anschauen. Als erstes fällt auf, das Terrence Howard durch Don Cheadle ersetzt wurde. Ich finde das ziemlich gut, da ich Cheadle für den besseren Darsteller halte.
Er wird jetzt auch die Rüstung von „War Machine“ (im Trailer gegen Ende die dunkele Rüstung mit der Kanone auf der Schulter) tragen, um Tony Stark zu unterstützen. Hoffentlich geht damit auch eine Ausweitung der Rolle einher.
Dieses Mal trifft Iron Man auf zwei Gegenspieler. Zum einen die russische Spionin Black Widow, die von Scarlett Johansson gespielt wird, und Whiplash, ein russischer Gangster, der sich der Iron Man Technologie bedient. Mickey Rourke wird diese Rolle verkörpern.
Ich denke, dass uns ein weiteres Action-Spektakel erwartet, das uns alle in Staunen versetzten wird. Die Besetzung ist im Vergleich zum Vorgänger noch besser geworden, auch wenn diese wohl hinter dem Spektakel zurückstehen wird.
Ich freue mich auf jeden Fall, denn Iron Man 2 wird uns sicher den doch eher mauen letzten Sommer vergessen machen.

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2 Antworten zu Iron Man

  1. christiansfoyer schreibt:

    Downey jr. ist auf jeden Fall das klare Highlight, da kann man sich, ähnlich wie es Jackman bei Wolverine geschafft hat, wirklich niemand anderen in der Rolle vorstellen. ’ne Erwähnung wert, auch wenn er nicht zu den Topschurken in der Geschichte der Comicverfilmungen zu zählen ist: Jeff Bridges!

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