Clerks 2

Jahr: USA 2006
Drehbuch&Regie: Kevin Smith
Darsteller:
Brian O’Halloran (Dante Hicks)
Jeff Anderson (Randel Graves)
Rosario Dawson (Becky)
Jennifer Schwalbach (Emma)
Jason Mewes (Jay)
Kevin Smith (Silent Bob)
Trevor Fehrman (Elias)

ehrenhafte Erwähnung:
Ben Affleck (Kunde)
Jason Lee (Lance Dowds)
Kevin Weisman (Hobbit-Fan)
Earthquake (Ehemann)
Wanda Sykes (Ehefrau)

Wahnsinn, schon 12 Jahre sind vergangen, seit wir das letzte Mal die beiden beliebten Aushilfskräfte Randal und Dante gesehen haben. Was ist in der Zeit alles passiert? Finden wir es heraus.

Die FunFacts:
Nach einem wenig erfolgreichen Ausflug in den Mainstream mit Jersey Girl mußte Kevin Smith diesmal mit einem Budget von 5 Millionen $ auskommen. Damit schaffte er es, nicht nur eine gute Besetzung zu verpflichten, sondern auch noch einige nete Kleinigkeiten anzustellen. Das Set, der Mooby’s, ist ein umgebauter Burger King.
Die Rolle der Becky sollte eigentlich Smith’s Frau, Jennifer Schwalbach, spielen, doch das Studio wollte ein bekannteres Gesicht für den Part. Deswegen unter anderem Sarah Silverman angeboten, aber sie lehnte ab, da sie nicht dauernd als Freundin besetzt werden wollte.
Ursprünglich war auch ein Untertitel vorgesehen. Im Abspann zu Dogma lautete dieser noch Hardly Clerkin‘, dann änderte Smith in zu The Passion of the Clerks als Seitenhieb auf das „Meisterwerk“ von Mel Gibson. Zum Schluß verzichtete man doch darauf.
Wegen der Probleme bei der Altersfreigabe von Jay und Silent Bob schlagen zurück wollte man zunächst auf ein Rating durch die MPAA (wegen des doch harten Inhalts) verzichten. Es reichte aber doch zu einem R-Rating ohne zu schneiden.
Noch eine kleine Anekdote aus meinem Leben:
Mein Kumpel und ich waren am ersten Tag in dem Film. Wir waren alleine im Kinosaal bis auf einen Mitarbeiter des Kinos, den wir mit unserem Lachen vertrieben.

Inhalt
So, was haben Dante und Randal jetzt in den vergangenen Jahren gemacht? Nichts, denn beide arbeiten noch immer im QuickStop. Zumindest bis der Laden abbrennt, weil Randal die Kaffeemaschine angelassen hatte.
Ein Jahr später sind die beiden noch immer Kollegen, doch jetzt arbeiten sie gemeinsam im Mooby’s. Es ist Dante’s letzter Tag in Jersey, da er am nächsten Tag mit seiner Verlobten Emma nach Florida ziehen will. Ihre Eltern haben ihm das Management einiger Waschanlagen in Aussicht gestellt.
Neben unseren beiden Helden hat das Lokal noch zwei weitere Angestellte. Da ist zum einen Becky, die Managerin, die den Job von ihrem krebskranken Vater übernommen hat. Außerdem arbeitet noch Elias im Mooby’s. Er ist ein strenggläubiger Christ, der dazu noch auf Transformer (ein Film mit echten Schauspielern wird gedreht und er ist tierisch aufgeregt) und Herr der Ringe steht. Damit ist er Freiwild für Randal, der ihn gewaltig verarscht.
So, was passiert nun alles? Randal lernt von Elias einiges über die Methoden mit denen Eltern ihren Töchtern die Jungfräulichkeit bewahren (ich sage nur Piepmatz-Peter und Lippen-Lothar), tut seine Ansichten zu Arsch-zu-Mund kund, bringt einen Herr der Ringe Anhänger mit der Andeutung (ok, er malt das ganze sehr bildlich aus) eines Gangbangs der Hobbits zum Kotzen und erzählt über seine Großmutter, die wohl leicht rassistisch war. Außerdem bestellt er noch für Dante als Abschiedsgeschenk eine Esel-Show (Wir lernen hier, dass man die Namen immer überprüfen sollte.).
Dante steckt hingegen wieder in einer Zwickmühle, was seine Gefühle angeht. Er ist zwar verliebt in Emma, aber sich auch nicht sicher, ob die Ehe das richtige für ihn ist. Als ihm dann noch Becky gesteht, dass sie von ihm nach einem One-Night-Stand schwanger ist, bricht er endgültig zusammen.
Als sich die beiden streiten und sie abhaut, schickt Randal Dante ihr hinterher, damit er in Ruhe die Darbietung der artübergreifenden Erotik vorbereiten kann. Als Dante sie nicht findet, kommt er zurück. Da er denkt, das Lokal steht in Flammen (wegen der Nebelmaschinen), ruft er die Feuerwehr und stürmt herein.
Dort wird er dann Zeuge, wie sich Randal zusammen mit Jay und Silent Bob, die frisch aus der Reha entlassen wurden, und einem zugedröhnten Elias anschauen wollen, wie eine Dame Namens Kelly es einem sexy Hengst besorgen soll. Ich hatte das mit den Namen ja schon erwähnt. Kelly ist der Esel und der sexy Hengst ein Kerl.
Trotzdem schauen alle, inklusive die später dazugekommene Becky, zu. Gerade als Dante ihr seine Liebe gesteht, kommt Emma herein. Sie löst die Verlobung mit einem gezielten Tritt in die Eier. Die Feuerwehr kommt dann auch dazu und die mitgekommene Polizei nimmt alle fest.
Im Knast streiten dann Dante und Randal über den Sinn des Lebens. Dante will sein Leben wie alle anderen führen und meint, er hätte nur Zeit verschwendet, weswegen ihn sein Freund aufzieht. Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er den QuickStop wiedereröffnen, da sie dort immer glücklich waren.
Jay und Silent Bob leihen ihnen das Geld dafür. Randal und Dante, der Becky einen Antrag macht, renovieren den Laden und eröffnen ihn zusammen mit ihrem Angestellten Elias.

Die Pro’s:
-Wie bei allen Filmen von Kevin Smith steht auch hier der Humor wieder im Vordergrund. Gerade Randal haut einige der krassesten und erinnerungswürdigsten Sprüche der Filmgeschichte raus.
-Jay und Silent Bob sind wieder da. Zwar stehen sie nicht mehr ganz so im Mittelpunkt, aber es ist schön, sie endlich wiederzusehen.
-Smith gelingt es immer, den richtigen Ton und die richtig Stimmung einzufangen. Dadurch, dass er zwischendurch auch ruhigere Passagen einbaut, wirken die witzigen Teile mehr.

Die Kontra’s:
-In einigen Passagen wirkt das ganze doch recht zahm, das Feuer fehlt. Man kriegt leicht das Gefühl (gerade zu Anfang), dass Smith etwas an Schwung verloren hat.

Das Fazit:
Clerks2 ist vielleicht nicht Smith bester Film, aber er ist auch nicht wirklich schlecht. Zum Ende hin kommt eine Menge Schwung auf, die den recht langsamen Beginn vergessen lässt. Ich finde auch die Message des Films schön: „Lebe, wie du es willst und lass dir von den anderen nichts sagen.“ Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass man uns suggerieren will, dass man nur glücklich sein kann, wenn man wie alle anderen ist.

4.7/5

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